Die fünf Sinne der Pferde (Teil 2): riechen, hören, fühlen, schmecken

Verstehen, wie das Fluchttier Pferd reagiert

Wer Pferde verstehen möchte, sollte wissen, wie die Vierbeiner ihre Umwelt wahrnehmen. Denn nur dann kann der Mensch ganz bestimmte Verhaltensweisen dieser Flucht- und Herdentiere begreifen. Im ersten Teil haben wir uns damit beschäftigt, wie Pferde sehen. Nun wollen wir die weiteren vier Sinne unserer vierbeinigen Freunde kennen lernen. Riechen Wenn Pferde sich nicht kennen, stecken sie erst einmal ihre Nasen zusammen und tauschen ihren Atem aus. Auch Pferdemenschen wie zum Beispiel Monty Roberts suchen auf diese Weise den ersten Kontakt mit einem unbekannten Tier. Die Vierbeiner sind „Nasentiere“, die sehr viele Informationen aus ihren Umgebung mit der Luft aufsaugen. Mit der Nasen erfahren Pferde, ob eine Stute paarungsbereit ist, ob es sich bei einem Menschen um einen Freund handelt oder ob jemand aggressiv oder freundlich gesinnt ist. Angstscheiß nehmen die Vierbeiner besonders intensiv wahr, denn beim Schwitzen wird vermehrt Adrenalin ausgeschüttet. Diese Informationen werden durch sogenannte „Pheromone“ übertragen. Dieser Begriff kommt aus dem Griechischen und bedeutet „Übermittlung“ oder „Botschaft“. Die bekanntesten Pheromone sind die Sexualduftstoffe, die zum Beispiel ausgesendet werden, wenn ein Weibchen fruchtbar ist. Auch bei den Menschen signalisieren Sexualduftstoffe, dass ein Mann oder eine Frau fruchtbar und paarungsbereit sind, allerdings nicht in so einer intensiven Form wie in der Tierwelt. Wenn ein Pferd flehmt, hat es einen besonders interessanten Duft eingeatmet. Durch das Aufrollen der Oberlippe wird der Nasengang geschlossen, sodass der Vierbeiner den Duft intensiver auf sich wirken lassen kann. Bei Pferden entscheidet nur der Geruch, ob jemand ein Freund oder Feind ist. Das unsichtbare band zwischen Mutter und Fohlen wird gleich nach der Geburt geknüpft, wenn die Pferdemama ihr vierbeiniges Kind beschnuppert und dann ableckt. Alle Pferde einer Herde sind durch den Geruch miteinander verbunden. Auch alte bekannte können sich auf diese Weise auch noch nach Jahren wiedererkennen. Hören Pferde hören hohe Töne besser als tiefe. Sie können Geräusche wahrnehmen, die nicht ins menschliche Ohr dringen. Der Pferdeohr besitzt sechszehn Muskeln, kann sich also wie eine kleine Radarstation zu allen Seiten hin bewegen. Wer sich auf einem Pferd mit einem anderen Reiter unterhält, wird bestimmt schon bemerkt haben, wie sich die Pferdeohren nach hinten richten, nach dem Motto: „Mal hören, was da hinten so geredet wird.“ Fühlen Die meisten Pferdemenschen sind überzeugt, dass ihre Vierbeiner Empfindungen haben, die ihren ähnlich sind. „Frankie hat heute keine Lust zu arbeiten“, oder „Lotte ist beleidigt, weil ich ihr keine Möhre mitgenommen habe,“ sind Sätze von Reiterinnen oder Reitern, die jeden Tag in den Ställen zu hören sind. Ob Pferde Emotionen haben wie die Menschen, ist wissenschaftlich nicht bewiesen. Ob ein Vierbeiner „freundlich“ guckt oder „missmutig“, liegt zudem auch oft am Auge des Betrachters. Allerdings zeigen wissenschaftliche Untersuchungen z.B. dass Menschen, Vögel und Säugetiere Schmerz ähnlich empfinden und auch darunter leiden. Schmecken Das Pferd ist fast den ganzen Tag damit beschäftigt, Nahrung aufzunehmen. Wissenschaftler gehen davon aus, dass die Vierbeiner einen ähnlichen Geschmackssinn haben wie wir Menschen, das heißt sie schmecken „sauer“, „bitter“, „salzig“ und „süß“, wobei die meisten Pferde süßes Futter sehr gern mögen. Die meisten Vierbeiner fressen instinktiv genau das, was ihr Körper auch braucht und was ihnen schaden könnte. Deshalb fressen Pferde auch keine Giftpflanzen, denn deren Geschmack ist für die Vierbeiner nicht angenehm.
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  • Autor: Manuel Müller
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