Hufrollenentzündung

Hufrollenentzündung / Hufrollen-Syndrom

Hufrollenentzündung

Eine Hufrollenentzündung (kurz "Hufrolle", medizinisch auch bekannt als Podotrochlose) ist eine Ansammlung von Krankheiten, genauer beschrieben ein "Hufrollen-Syndrom", welche für ein Pferd das Ende bedeuten können. Die Hufrolle ist eigentlich ein Teil des Pferdehufs, (ein Komplex) bestehend aus dem Stahlbein und dem Hufrollenschleimbeutel. Zusammen mit dem Strahlkissen unterstützen sie das Bein mit Stoßdämpfung beim Auffußen. Die am häufigsten auftretende Erkrankung ist die Hufrollenentzündung, bei der das Gelenk zwischen Hufbein, Kronbein und Strahlbein entzündet sind. Der Hufrollenschleimbeutel kann auch betroffen sein. Die Entzündung fügt dem Pferd beim Auftreten Schmerzen zu. Durch diese Belastung wird der Knorpel zerstört und als Folgeerscheinung verändert sich der Knochen. Bei einer Nichtbehandlung der obigen Erkrankung tritt eine schlimmere Erkrankung auf: Die "Strahlbein-Nekrose". Sie kann aber auch unabhängig von der Hufrollenentzündung auftreten. Bei dieser Erkrankung wird das Strahlbein kaum noch mit Blut versorgt und hat zur Folge, dass der Knorpel zerstört wird. Mit der Zeit wird auch das Strahlbein selbst zerstört und kann brechen. Das Hufrollen-Syndrom entsteht generell öfter an den Vorderbeinen als an den Hinterbeinen. Der Grund ist die erhöhte Belastung der Vorderbeine. Die Krankheit tritt selten alleine auf. Meistens erscheint sie zusammen mit Arthrose im Hufgelenk oder eine Rückentwicklung des Strahlkissens. Diese beiden Erkrankungen basieren auf dem selben Prinzip wie eine Hufrollenentzündung oder können Folge jener sein. Bis heute ist nicht komplett aufgeklärt und stark umstritten, welche genauen Ursachen eine Hufrollenentzündung hat. Bekannt sind jedoch die Folgenden: - Zu enge Hufe und untergeschobene Trachten können Hufrollenerkrankungen begünstigen. - Zu wenig Bewegung führt zu schlechter Blutversorgung --> Nährstoffmangels des Knorpels. - Nageltritt. - Das Pferd hat etwas sehr hartes mit einem Bein getreten (z.B. einen Stein). - Verpfuschter Hufbeschlag. - Genetisch bedingt.  Am Pferd lässt sich das Syndrom an klammen Gang, Taktstörungen bei engen Wendungen, Verweigern des Springens, Entlastung des hinteren Bereichs des Hufes, sowie häufiges Stolpern erkennen. Wenn Ihr Pferd eines dieser oben genannten Symptome hat, sollten Sie sofort einen Tierarzt rufen. Er wird Sie über die Details zur Behandlung aufklären. Zur Vorbeugung einer Hufrollenentzündung sollten Sie alle 2 Monate eine Hufpflege durch Hufschmied oder Hufpfleger vornehmen lassen. Bei Huffehlstellungen sollte der Huf alle 4 Wochen behandelt werden. Das Pferd sollte immer 20 Minuten vorher warm geritten werden, bevor Sie schneller reiten, damit die Gelenke nicht überlastet werden. Hohe Sprünge, Galoppaden auf hartem Boden und auf abrupte Stopps vermeiden.
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