Internat für Reiter

Kinder werden vor allem nach sportlichen Kriterien ausgewählt

Zum Schuljahr 2009/2010 sollen die ersten junge Nachwuchstalente aus ganz Deutschland Reiten und Lernen miteinander verbinden können. Dies ist ein neues Gemeinschaftsprojekt des Deutschen Olympiade Komitees für Reiterei (DOKR) und des Internats Schloss Loburg in Ostbevern.

Die Reiter besuchen das Gymnasium und Collegium Johanneum (Schloss Loburg) in Ostbevern und trainieren täglich auf der Anlage des DOKR bzw. des Bundesleistungszentrums in Warendorf. "Das Konzept Sportinternat wird in anderen Spitzensportverbänden bereits erfolgreich praktiziert", sagt Maria Schierhölter-Otte, Leiterin der FN-Abteilung Jugend. "Unser Ziel ist es, talentierten Reitern optimale Trainings- und Förderungsmöglichkeiten in den drei olympischen Disziplinen am DOKR-Bundesleistungszentrum zu bieten in Kombination mit der Schullaufbahn."

Schüler, die nach der Grundschule eine Gymnasialempfehlung haben, sowie Schüler, die zu einem späteren Zeitpunkt - also auch ab Klasse 6 oder 7 - den Anforderungen des Gymnasium entsprechen, können das Gymnasium Johanneum auf der Loburg besuchen.
Ausgewählt werden die Kinder nach sportfachlichen Kriterien. Sie müssen möglichst Mitglied im Landeskader sein, leistungssportlich orientiert sein, eine Empfehlung des Landesverbandes haben, im Besitz des DRA III sein, (ein) eigene(s) Pferd(e) mit dem Ziel der zukünftigen Mitgliedschaft in einem Bundeskader haben und sie müssen am Bundesleistungszentrum (BLZ) in Warendorf vor Bundestrainern vorreiten. Die Erstauswahl der Schüler erfolgt nach den sportfachlichen Kriterien. Wenn diese erfüllt sind, werden die Bewerber und deren Eltern zu einem Vorstellungsgespräch der Schule gebeten. Erst wenn beide Kooperationspartner von der jeweiligen Eignung überzeugt sind, kann eine verbindliche Zusage erfolgen.

Leiter des Kooperationsprojektes ist Bundestrainer Fritz Lutter. Er koordiniert mit dem vorhandenen Trainerstab des DOKR die Trainingspläne für die einzelnen Disziplinen. Das Training wird individuell je nach Leistungsstand des Schülers/Pferdes abgestimmt und findet einzeln oder in kleinen Gruppen statt. Im Vordergrund steht dabei eine vielfältige Ausbildung.

Die Pferde der Schüler werden am DOKR/BLZ in Warendorf eingestallt. Die Unterstellungskosten erfolgen zum Kadersatz (ca. 300 € im Monat) und beinhalten folgende Leistungen: Fütterung, Nutzung der Trainingsplätze und Reithallen, Führmaschine, ggf. Laufband u.a. mehr sowie betreutes Training durch Bundestrainer. Wenn die Schüler am Wochenende zuhause sind, schulischen Verpflichtungen nachgehen müssen oder aus anderen Gründen keine Zeit haben, werden die Pferde nach individueller Absprache durch Mitarbeiter des DOKR betreut.

Eine Privatschule in kirchlicher Trägerschaft kann im Land NRW kein Schulgeld erheben. Die Eltern beteiligen sich lediglich an der Beschaffung der Schulbücher, entrichten ein Kopiergeld, finanzieren eventuell anfallende Klassenfahrten etc.  Das Internat erhält keine staatlichen Zuschüsse, muss als Stiftung kostendeckend arbeiten. Ein Internatsplatz verursacht monatliche Kosten in Höhe von ca. 1.500 Euro. Für Eltern, die in Deutschland Kirchensteuer zahlen - das gilt für katholische wie evangelische Christen - ist eine Ermäßigung vom monatlichen Pensionssatz abzuziehen, so dass 900 Euro zu zahlen sind. Hinzu kommt ein einmaliger Betrag pro Jahr in Höhe von 150 Euro (Kulturgeld), von dem beispielsweise Eintrittskarten für Theater und Kino, Gruppenaktivitäten bezahlt werden. Stipendien sind in der Regel nicht möglich. Mit einem monatlichen Pensionssatz von 900 Euro ist der Aufenthalt eines Schülers im Internat bereits subventioniert. Eine weitere Reduzierung ist nur bei Offenlegung der Einkommensverhältnisse der Eltern unter Umständen möglich. Das Training wird aus Mitteln des DOKR finanziert. Es entstehen keine zusätzlichen Kosten.

Mehr Infos unter: www.pferd-aktuell.de

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