Über die gesamte Zuchtgeschichte des heutigen Pferdes hinweg haben sich verschiedene Kopfformen entwickelt und für unterschiedliche Pferderassen speziell ausgeprägt und durchgesetzt. Heute gibt es eine Vielzahl verschiedener Kopfformen. Nachfolgende Aufstellung gibt Aufschluss über Formen und die zugeordneten Pferderassen. Grundsätzlich ist die Kopfform für die Leistungsfähigkeit eines Pferdes nicht ausschlaggebend. Eine Ausnahme hiervon stellt der so genannte Hechtkopf, häufig bei Arabern, dar. Wenn diese konkave Form zu stark ausgeprägt ist, bleibt zu wenig Raum für das Gebiss des Pferdes. Dies hat zur Folge, dass bei einer normalen Ernährung die Zähne in kürzester Zeit enorme Abnutzungserscheinungen aufweisen. In diesem Fall, vor allem bei Showpferden, muss tatsächlich eine spezielle Ernährungsweise eingehalten werden.
Gerader KopfDiese Kopfform entspricht am ehesten dem heutigen Schönheitsideal und ist die angestrebte Standardform für das moderne Sportpferd. Ober- und Unterlinie des Schädels weisen einen geringen Winkel auf wie zum Beispiel beim American Curly Horse. | |
KeilkopfDiese Schädelform tritt vor allem bei Warmblütern auf und war vor dem Zweiten Weltkrieg hauptsächlich bei Trakehnern anzutreffen. Die Kopfform ist vom breiten Ansatz zum Maul spitzzulaufend und daher keilförmig. Ober- und Unterlinie des Kopfes haben somit einen größeren Winkel als beim geraden Kopf.
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SchafskopfDer einzige Unterschied zum Keilkopf ist beim Schafskopf die nach oben aufgewölbte Stirn.
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RamskopfHier ist die gesamte Oberlinie konvex aufgewölbt, daher wird diese Kopfform auch als konvexe Form bezeichnet. Früher gab es diese Schädelform bei Barockpferden wie dem Berber oder Andalusier, heute tritt sie beispielsweise bei den Lipizzanern auf.
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RamsnaseBei der Ramsnase ist lediglich die Nasenpartie aufgewölbt, die Stirnlinie ist gerade. Diese Form tritt häufig bei Kaltblutpferden auf.
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HechtkopfDiese Form des Kopfes wurde vor allem beim Araber stark ausgeprägt gezüchtet, doch weniger im Heimatland des Arabers als vielmehr im Ausland. Die Oberlinie ist abwärts nach innen gewölbt, es wird eine konkave Einsenkung der Profillinie angestrebt. Hauptsächlich bei europäischen Araber-Showpferden findet man diese Kopfform.
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