Neue Reitstiefel: Schön, wenn der Schmerz nachläßt!

So klappt es mit den neuen Reitstiefeln

Am Anfang ist der Schmerz. Jedenfalls dann, wenn man die ersten Male mit neuen Lederreitstiefeln reitet. Zu Beginn sind neue Reitstiefel sehr schön, aber auch sehr hart und drücken extrem in den Kniekehlen. Die Folge: wunde Stellen, die schlecht verheilen und auch blaue Flecken. Wer mit neuen blitzblanken Reitstiefeln in den Stall kommt, erntet deshalb meistens mitleidige Blicke und tröstende Worte: „Du Ärmste, jetzt dauert das wieder ewig, bis die Stiefel richtig passen. Und das tut ja auch so höllisch weh!“ Muss das eigentlich alles ein?
Fachleute empfehlen, die Stiefel zunächst ungefähr 30 Stunden einzulaufen und sich dann erst damit auf das Pferd zu setzen. 30 Stunden mit harten, unbequemen Reitstiefeln durch`s Haus laufen macht nicht gerade viel Spaß. Soll man dabei vielleicht Treppen steigen? Oder Staubsaugen? Das ist nicht jedermanns Sache.

Wer das umgehen will, kann einen Lederkeil innen in den Absatz drücken. Dann stehen die Beine etwas höher und kommen beim Reiten nicht immer mit dem oberen Rand des Reitstiefels in Berührung. Allerdings nützt auch diese Vorsichtsmaßnahme nicht viel. Es entstehen trotzdem in der Kniekehle Scheuerstellen, die nicht heilen, weil sie beim nächsten Ritt wieder aufgescheuert werden. Erst nach vielen Reitstunden dehnt sich das Leder langsam, sodass sich die Stiefel beim Reiten angenehm anfühlen: „Schön, wenn der Schmerz nachlässt!“

Auch das Rein- und Rauskommen aus so einem neuen Stiefel ist eine recht schwierige Prozedur. Zu Beginn sind die Stiefel natürlich auch um den Fuß herum recht eng. Wenn man dann etwas dickere Socken oder Strümpfe trägt, kommt man womöglich auf den Dingern gar nicht wieder raus. Da hilft dann auch kein Stiefelknecht. Ein Tipp: Die erste Zeit lieber Nylonstrümpfe anziehen. Die sind sehr viel dünner, werden nicht so feucht und rutschen besser.

Wer sich neue Reitstiefel leisten will, sollte darauf achten, dass sie wirklich gut passen. Es hat schon seinen Sinn, dass die Stiefel zu Beginn zu eng und zu lang erscheinen. Im Laufe der Zeit dehnt sich das Leder immens. Dadurch, dass man beim Reiten die Absätze nach unten drückt, entsehen Knicke im Stiefel und der Schaft wird kürzer und drückt nicht mehr so sehr.

Beim Kauf eines Reitstiefels aus Leder werden drei Größenangaben benötigt:
Schuhgröße, also z.B. 39

Wadenumfang: Umfang der Wade an der dicksten Stelle mit Reithose in Zentimetern gemessen. Dabei bedenken, dass der Wadenumfang morgens geringer ist als abends. Deshalb lieber am Abend messen.

Schafthöhe vom Fußboden (ohne Schuhe) bis zum Anfang der Kniekehle, sitzend gemessen.

Aus diesen Größenangaben also z.B. Schuhgröße 39, Schafthöhe 44 cm und Wadenumfang 37 ergibt sich dann das passende Modell des jeweiligen Herstellers.

Die meisten Fachverkäufer wissen dies und messen das Bein des Reiters vor der Anprobe. Es gibt aber auch Mitarbeiter (die vielleicht zur Aushilfe im Geschäft sind), die sich nicht so gut auskennen. Deshalb kann es nicht schaden, die eigene Größe vorher ausgemessen zu haben.

Wer es ganz bequem haben will, kann auch ein Modell mit Reißverschluss wählen oder diesen von einem Sattler einnähen lassen.

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