Pferdefotographie - Tipps und Tricks von Nicole Böhm

Pferdefotografie – Tipps und Tricks
Wer kennt das nicht. Man möchte schöne Fotos von seinem Pferd machen, nimmt die Kamera mit in den Stall, putzt sein Tier auf Hochglanz, drückt ein paar Mal ab – und zu Hause kommt die Ernüchterung. Das Pferd hat einen viel zu langen Hals, und warum wächst ihm da ein Baum aus dem Kopf? Mit ein paar einfachen Tipps und Kniffen gehört das der Vergangenheit an. Portraits:
Pferde sollte man immer aus der Hocke oder im Knien knipsen, es sei denn, es ist ein Großpferd und Sie selbst sind nur 1,50 Meter lang. Ansonsten begeben Sie sich immer auf die Höhe des Pferdes; somit wirken die Bilder gleich angenehmer und man hat nicht das Gefühl, sie wurden von „oben herab“ geschossen. Die meisten kleinen Kompaktkameras verzerren die Proportionen, so sieht das Pferd dann mehr nach Giraffe aus; der Kopf wirkt zu groß, der Hals zu lang, der Körper zu kurz. Gehen Sie daher ein Stück zurück und zoomen heran. Sehr schön sind Portraits, bei denen das Pferd leicht schräg steht und auf eine Seite blickt.
Achten Sie auf den Hintergrund. Es sollten keine störenden Objekte hinter dem Pferd sein! Suchen Sie sich einen Platz mit einem schönen Gebüsch oder einem Wald hintendran. Bewegungsbilder:
Das ist mit das Schwerste an der Pferdefotografie. Sie benötigen eine sehr schnelle Kamera, manche bieten ein spezielles Sportpgramm an, was Sie hierfür nutzen können. Wichtig ist, dass Sie kurze Belichtungszeiten haben, sie sollten dabei nicht unter 1/500 kommen. Suchen Sie sich eine Koppel, die nicht allzu groß ist. Lassen Sie das Pferd von einer Seite zur anderen oder auch mal schräg auf Sie zugaloppieren. Achten Sie darauf, dass die Sonne seitlich oder direkt hinter Ihnen steht. Leider haben die meisten Kompaktkameras eine Auslöseverzögerung, das heißt sie lösen erst ein paar Sekunden, nachdem der Auslöser gedrückt wurde, aus. Dies müssen Sie mit einkalkulieren und entsprechend vorher aufs Knöpfchen drücken. Spiegelreflexkameras haben fast keine Auslöseverzögerung mehr.
Die beste Uhrzeit
Im Sommer sind die besten Zeiten zum Fotografieren 1-2 Stunden vor Sonnenunter – oder nach Sonnenaufgang. Mittags steht die Sonne zu hoch und wirft harte Schatten. Im Winter ist der Sonnenstand im Allgemeinen tiefer, hier kann man auch in den Mittagsstunden noch schöne Aufnahmen machen. Ich hoffe, diese Tipps haben Ihnen weitergeholfen Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Fotografieren. Nicole Böhm www.nicoleboehm.com