Pferdehusten - was kann man selber tun?

Pferdehusten - was kann man selber tun?

Neben Lahmheiten gehören vor allem Atemwegserkrankungen zu den häufigsten Krankheiten der Pferde nach der Weidesaison. Durch zu warme und schlecht belüftete Ställe, Zugluft, Infektionen, aber auch schlechte Futterqualität und Allergien, erkranken die Atemwege der Pferde überwiegend zum Winter hin an Pferdehusten.

Von der Weide in den Stall - Pferdehusten entsteht oft durch zu schlechte Belüftung

Um die natürliche Abwehr der Lunge zu verbessern und Atemwegserkrankungen zu verhindern, ist deshalb neben einer ausreichenden Belüftung des Stalls und regelmäßiger Bewegung hauptsächlich auf eine angepasste Pferdefütterung zu achten.

Füttern mit staubfreiem Raufutter

Gerade in der Boxenhaltung wird Pferdehusten vor allem durch Infektionen und schlechte Luftzufuhr ausgelöst. Damit die Atemwege des Pferdes nicht noch zusätzlich gereizt und Staub und Schimmelsporen beim Fressen nicht aufgewirbelt werden, hat sich das regelmäßige Anfeuchten von Raufutter und Kraftfutter vor der Pferdefütterung als sehr sinnvoll bewiesen.

Kräuter und staubarmes Heu können bei Pferdehusten helfen

Auch das Füttern mit einem nicht staubenden Kraftfutter und gewaschenem und getrockneten Heu sowie Silage oder Heulage - oder gar das Auslegen der Box mit Hanfeinstreu, Späne, Torf oder Hanf - verbessern den Pferdehusten deutlich.

Zusatzfutter gegen Pferdehusten

Besonders Kräuter wie Arnika, Thymian, Spitzwegerich und Isländisch Moss, aber auch Zwiebeln oder Meerettich lösen als Hustensaft nicht nur den festsitzenden Schleim und erleichtern das Abhusten, sondern sind auch entzündungshemmend und fördern so die Heilung. Als Tee über das Futter gegossen binden sie zusätzlich den Staub von dem normalen Kraftfutter.

Thymian und andere Kräuter helfen in der Pferdefütterung gegen den Pferdehusten

Aber auch durch die Hinzugabe von Öl wie beispielsweise Schwarzkümmelöl, wird Staub bei der Pferdefütterung effektiv gebunden und Bakterien können sich in der Regel in der Schleimhaut häufig nicht mehr festsetzen.

Ausreichend Bewegung und frische Luft verhindern oft den Pferdehusten

Sehr sinnvoll bei einem von Viren ausgelösten Pferdehusten ist auch die Stärkung des Immunsystems mit Echinacea oder Vitamin C. Zusatzfutter wie Zink, Selen, Mangan, Kupfer und Jod versorgt das Immunsystem auch erfolgreich bei chronischem Pferdehusten wie Dämpfigkeit. Positiver Nebeneffekt: Es entspannt auch die Muskulatur beim Atmen!

thumbnail
hover

Winterfell - wachsen lassen oder vorbeugend scheren?

Macht das Scheren der Pferde Sinn? Welche Vorteile gibt es und mit welchen Nachteilen ist zu rechnen? Wir geben einen kurzen Überblick über die Hintergründe und die gängigsten Schnitte.

thumbnail
hover

Gibt es wirklich nur blaue und braune Pferdeaugen?

Die meisten Pferde haben kastanienbraune bis schwarze Augen, da die Iris der Pferdeaugen dunkel pigmentiert ist. Einige weisen auch ein helleres Braun auf, wie z.B.

thumbnail
hover

Optimale Pferdefütterung bei Allergien

Veränderte Haltungsbedingungen und Umwelteinflüsse führen auch beim Pferd immer häufiger zu Allergien. Diese zeigen sich in der Regel auf unterschiedliche Weise.

thumbnail
hover

Stress beim Füttern? Nein danke!

Auch Pferde leiden unter Stress. Und nicht nur Turniere oder Transporte lösen beim Pferd solche Situationen aus.

thumbnail
hover

Wie man alte Pferde gesund und vital hält

Pferde, die durch richtige Fütterung und artgerechte Haltung und Bewegung 20 Jahre oder älter werden, sind heute keine Seltenheit mehr.

thumbnail
hover

Herbstgrasmilben beim Pferd

Kaum fallen die Temperaturen sind sie wieder das: Herbstgrasmilben, die vor allem bei der Weidehaltung Pferden im Spätsommer und Herbst das Leben auf der Weide schwer machen können.

thumbnail
hover

Insetktenschutz fürs Pferd: Fliegenspray & Co.

Kaum steigen die Temperaturen, sind sie wieder da: Plagegeister wie Mücken, Fliegen und Bremsen, welche vor allem Pferdekrankheiten wie Sommerekzem und Augenentzündung auslösen können.

thumbnail
hover

Pferdefütterung während der Weidehaltung

Weidehaltung ist artgerecht und bietet den Pferden viel Bewegung, Licht, Luft, Sozialkontakte und eine ständige Futteraufnahme, das sie für ihre Gesundheit und das allgemeine Wohlergehen brauchen.

thumbnail
hover

Wie man das Alter über die Zähne ermittelt

Wie beim Menschen wechseln auch Pferde ihre Zähne und mit zunehmendem Alter ändern sich Stellung, Form und Farbe.

thumbnail
hover

Pferde richtig anweiden

Bald ist es wieder soweit – die Weidesaison beginnt. Und mit ihr auch eine der heikelsten Phasen des Jahres für die Pferdegesundheit.

thumbnail
hover

Regelmäßige Zahnkontrolle für ein gesundes Pferd

Die Kontrolle ist notwendig, denn nur ein gesundes Gebiss sorgt für gute Kondition, Verdauung, gesundes Fell und eine top Ausstrahlung.

thumbnail
hover

Von Hengst-, Wolfszähnen und anderen Besonderheiten

Ein intaktes Gebiss mit kräftigen, gesunden Zähnen ist wichtig für die Pferdegesundheit. Denn die Zähne müssen Grasbüschel abreißen und die Nahrung gut zerkleinern können.

thumbnail
hover

Futterneid - Wann sollte man eingreifen?

Ihr Pferd ist eines der liebsten und sanftesten auf dem ganzen Hof, tut keiner Fliege etwas zuleide, doch kaum geht es um das Essen, da ist es nicht wieder zu erkennen? Futterneid ist ein sehr oft