Pferdekaufvertrag Muster

Ein Pferdekaufvertrag kann sowohl mündlich als auch schriftlich abgeschlossen werden. Wirksam und damit rechtsverbindlich ist er in beiden Fällen.
Traditionell wurden in der Vergangenheit die Pferdekaufverträge oft per Handschlag geschlossen. kostenlos

Heute ist jedoch der Abschluss eines schriftlichen Pferdekaufvertrag empfehlenswert. Dies hat mehrere Vorteile. Zum einen werden dadurch oft unterschiedliche Vorstellungen und Regelungslücken  noch vor Vertragsabschluss entdeckt. Weiterhin kommt dem Kaufvertrag eine wichtige Beweisfunktion zu. Durch Abschluss eines schriftlichen Vertrages kann nachträglich bewiesen werden, welche Regelungen getroffen wurden.
Darüber hinaus können die gesetzlichen Regeln, z. B. Haftungseinschränkungen bzw.  –ausschlüsse sowie Erleichterungen der gesetzlichen Verjährungsbestimmungen durch Vertrag so abgeändert werden, dass sie vornehmlich der Verkäuferseite bzw. Käuferseite oder auch beiden Seiten  gerecht werden. Die Möglichkeiten der Vertragsgestaltung sind jedoch nicht unbegrenzt. Die Grenzen sind vom Gesetz vorgegeben.  Da ist zum einen die Unterscheidung ob der Verkäufer ein Unternehmer oder eine Privatperson ist.  Für den gewerblichen Verkäufer ist ein genereller Haftungsausschluss nicht möglich. Hier finden die Regelungen des Verbrauchsgüterkaufs zwingend Anwendung. Der Verkäufer sollte also zur Haftungsreduzierung sensibel auf Mängel seines Pferdes achten und den Käufer hierüber informieren. Dies klingt widersprüchlich, erklärt sich aber dadurch, dass der Käufer keine Rechte bei Kenntnis eines Mangels geltend machen kann.
Zum anderen sind die Regelungen, die für Allgemeine Geschäftsbedingungen Anwendung finden, im Einzelfall zu beachten.   
Vorgedruckte Verträge – auch Muster aus Zeitschriften oder Internet – gelten nach ständiger Rechtsprechung des BGH immer als Allgemeine Geschäftsbedingung, auch wenn der Verwender sich die Mühe gemacht hat, den Vertrag abzuschreiben. Durch sie kann daher die Haftung auch unter Privaten in Verträgen über „Lieferungen neu hergestellter Sachen“ nicht vollständig ausgeschlossen werden. Dies geht nur durch einen individuellen Pferdekaufvertrag.
Vorab ist also zu klären, wann ein Pferd „neu“ oder „gebraucht“ ist. Die Rechtsprechung hierzu ist noch lückenhaft.  In einem Urteil des Bundesgerichtshofs vom 15.11.2006 wurde festgelegt, dass ein sechs Monate altes noch bei der Mutter laufendes Hengstfohlen als „neu“ einzustufen ist.  kostenlos Weitere Fragen: Frau Rosemann gibt gerne Antworten.