Pferderipper

Gibt es einen Schutz vor Pferderipper?

Immer wieder machen sogenannte „Pferderipper“ Schlagzeilen. Aktuell wurde in Silberstedt (Schleswig-Holstein) eine hochträchtige Holsteiner Stute und deren ungeborenes Fohlen getötet. Der oder die Täter schlitzten der 18-jährigen Zuchtstute in der Nacht zu Dienstag den Bauch auf, wahrscheinlich mit einem langen scharfen Messer. Das berichtet heute die Landeszeitung. Durch das Eigengewicht riss der Leib vollständig auf, das Tier verendete qualvoll.

Das Landeskriminalamt hat nachfolgende Sicherheitsempfehlungen für Pferdebesitzer veröffentlicht:
Den Weideschutz können Sie verbessern durch:
  • Kontrollgänge mit anderen Weidebenutzern.
  • Das Einbeziehen von Anwohnern und Jagdpächtern in die Beobachtungen.
  • „Wachsame Weidegenossen“ (z.B. Gänse, Schaf- oder Ziegenböcke).
  • Fütterung Ihrer Pferde entfernt vom Zaun im weideinneren. Ihre Pferde sollten nicht beim Herannahen fremder Personen zum Zaun laufen, in der Hoffnung gefüttert zu werden.
  • Einzäunen der Weide mit einem mindestens dreireihigem Elektroband. Der Abstand zwischen den einzelnen Reihen sollte höchstens 40 Zentimeter betragen.
  • Das Aufstellen von Schildern an geeigneter Stelle, die darauf hinweisen, dass der Pferdebestand regelmäßig kontrolliert wird. Eine Telefonnummer für Notfälle angeben.
  • Aufstallen der Pferde bei Einbruch der Dunkelheit.
  • Besonders geeignete Weide – Einfassungen wie z.B. Sträucher, Gräben und dornenreiche Hecken. Durch das Anlegen dieser natürlichen Hindernisse bleibt dem Täter nur das Weidetor  als Zutritt, das mit einem Schloss gesichert werden kann.
Den Schutz der Stallanlage können Sie verbessern durch:
  • Eine gute Sicherung der Eingangstür; einen Zweitschlüssel z.B. bei Nachbarn hinterlegen.
  • Gutes Anleuchten des Stalles und des näheren Umfeldes sowie Anbringung von Bewegungsmeldern. Diese sollten an Ein- und Durchgängen angebracht werden und nicht vom Boden aus erreichbar sein.
  • Eine Sicherung der Stallfenster durch Gitter oder bruchfestes Glas.
  • Die Installation einer gut sichtbaren Videoanlage mit Kontrollmonitor und Augzeichnungsanlage.
  • Sabotagesichere Verlegung (nicht sichtbar und nicht erreichbar) von Kabeln für elektrische Einrichtungen.
  • Einen oder mehrere im Stall frei laufende Hunde.
Ein lückenloser Schutz aller Reitbetriebe kann durch die Polizei nicht gewährleistet werden, deshalb ist die Polizei auf Ihre Mithilfe angewiesen. Seien Sie aufmerksam
  • Notieren Sie sich die Kennzeichen unbekannter Autos.
  • Sprechen Sie fremde Personen auf/an der Weide und auf dem Gelände an.
  • Achten Sie auf Ihre eigene Sicherheit. Der Täter ist bewaffnet – und informieren Sie die Polizei.



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