Phytotherapie: Heilkräuter erleichtern Hufrehe

Bedeutung von Kräutern für das Pferd

Ursprünglich war das Pferd in freier Wildbahn in der Lage, aus einem ungeheueren Angebot von Wildkräutern die schmackhaftesten, gesündesten und vor allem verschiedensten Kräuter zu verzehren. Doch heute sind kräuterreiche Weiden - durch die Bevorzugung von schnell wachsenden Wiesen- und Weidepflanzen - leider nur noch selten anzutreffen. Obwohl Pferde als reine Pflanzenfresser auf ein vielfältiges Kräuterangebot angewiesen sind. Doch für diesen Fall kann heutzutage ergänzend sehr gutes Kräuter-Heu verfüttert werden. Denn die Vielfalt an Kräutern ist für die Pferdegesundheit mehr als wichtig. Synergieeffekte werden vor allem bei der Gabe von Kräutermischungen erzielt. In diesem Fall können die Kräuter als so genannte Heilkräuter oder Heilpflanzen ihre Wirkung entfalten.

Heilkräuter erleichtern Hufrehe

Weißdorn

Die Gabe von Weißdorn wird häufig empfohlen, hierbei ist neben der stärkenden Wirkung auf Herz und Kreislauf vor allem die gefäßerweiternde Wirkung bei Hufrehe von besonderem Vorteil für das Wohlbefinden des Pferdes. Die Beeren, Blätter und Knospen können selbst gepflückt oder getrocknet oder als Tee erworben werden. Das Futter wird entsprechend mit dem Heilkräuter-Tee übergossen und dem Pferd verabreicht. Empfehlenswert ist auch die Brennnessel, neben der Stärkung der Leber haben die Blätter der Brennnessel eine reinigende Wirkung auf Nieren und das Blut. Die Blätter können einfach gesammelt und angewelkt oder getrocknet als Heilkräuter verfüttert werden. Auch die Wurzelknolle Ingwer wirkt blutverdünnend und entzündungshemmend, allerdings sollte er nur in sehr geringen Mengen angewendet werden, sonst drohen dem Pferd Magen-Darm-Beschwerden. Eine bedarfsgerechte Dosierung liegt bei Kräutern und Heilpflanzen zwischen 5 und 10 Gramm täglich. Brennnessel

Heilpflanzen-Kur

Heilpflanzen können bis zu einer Dauer von etwa 3 Monaten verabreicht werden, um eine gesundheitsfördernde Wirkung zu erzielen. Pausen sind dann regelmäßig notwendig, um eine Gewöhnung des Tieres an die eingesetzten Heilkräuter zu vermeiden. Nebenwirkungen treten selten bis nie auf. Es sollte jedoch beim Einsatz von Heilkräutern unbedingt auf hochwertige Qualität und seriöse Anbieter zurückgegriffen werden. Besonders bewährt haben sich speziell zusammengestellte Kräutermischungen. Neben dem bereits erwähnten Weißdorn enthalten diese Mischungen zahlreiche weitere Heilkräuter wie Brennnessel, Beinwell, Klebkraut, Klettenwurzel, Knoblauch, Löwenzahn und Scharfgarbe.