Reitplatzbeläge und wie sie funktionieren

     Swing Ground
Wir stellen für Sie aus auf
der Pferde & Jagd in Hannover in Halle 21 Stand D 68

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Reitplatzbelag

Reitplatzbeläge und wie sie funktionieren

Beim Bau oder Sanieren eines Reitplatzes taucht zwangsläufig die Frage auf: Welchen Belag nehme ich?
Um darauf eine Antwort zu finden, muß zunächst das Anforderungsprofil an den neuen oder zusanierenden Platz festgelegt werden: Staubfrei im Sommer, ohne Pfützen im Frühjahr und Herbst, bereitbar auch im Winter und bei Frost, pflegeleicht, langlebig und, bitte schön, nicht all zu teuer sollte er sein. Und für die Pferde gelenkschonend, schön griffig und elastisch.
Synthetischer Reitplatzbelag, optimal elastisch, griffig ohne Staub und Pfützen so haben es Reiter und Pferd gern Lassen sich diese Forderungen alle unter einen Hut oder besser in eine Tretschicht bringen? Die Materialeigenschaften der einzubauenden Tretschicht sind dafür maßgebend. Da sind im Wesentlichen Sand oder Holz in Form von Spänen oder Hackschnitzeln als Tretschichtmaterialien mit unterschiedlichen Qualitäten und Körnungen und seit rund 10 Jahren synthetische Teppichflocken zu nennen. Auch Mischungen miteinander sind möglich. Wie sind nun deren Eigenschaften? Beim Sand handelt es sich um nichts anderes als um viele kleine Steine, die auch naturgemäß steinhart sind. Das bedeutet, dass die Sandkörner selbst niemals weich oder elastisch sein können.  Sand - also die Steinchen – weichen lediglich bei Belastung, also beim Auffußen des Pferdes, aus. Die Steinchen verschieben sich; das hat aber mit Elastizität nichts zu tun. Elastizität ist die Eigenschaft eines Körpers durch äußere Einwirkungen sein Volumen zu verringern und danach in die Ausgangslage zurück zu kehren. Also: Durch Belastung wird ein elastischer Körper zusammengedrückt um danach wieder auseinander zu gehen. Steinchen – Sandkörner – können so etwas nicht. Beim Verschieben und Bewegen reiben sich die einzelnen Steinchen aneinander. Sie zerreiben – zerschmirgeln sich. Der Abrieb ist Staub. Dieser wird vom Regen in den Sandbelag gespült und schließt die Zwischenräume des Sandes und lässt kein Regenwasser hindurch. Gleichzeitig verhindert er so die weiteren Bewegungen der Sandkörner. Der Sand ist nun nicht mehr in der Lage dem Pferdehuf beim Auffußen auszuweichen. Der Belag ist an dieser Stelle steinhart.
 

Der Sandbelag ist zugeschlemmt, unbeweglich und hart, es stehen lang anhaltend Pfützen. Auf diesem Platz läuft das Pferd wie auf Beton. Holz ist als organisches Material ohnehin hygroskopisch, d. h. es saugt sich mit Wasser voll. Das nasse Holz beginnt zu verrotten und wird letztlich ebenfalls zu Schlamm, welcher alles zusetzt. Betrachtet man die Holzspäne – oder Hackschnitzel im Neuzustand, so verhält es sich ähnlich wie mit den Sandkörnern, nur größer und mit weniger Bewegung. Einzig die Form der Hackschnitzel oder Späne ist verantwortlich für eine geringe„elastische“ Bewegung des Gesamtpaktes. Da die einzelnen Teile, also Späne oder Schnitzel, nicht glatt aufeinander liegen und sie sich bei Belastung biegen, sorgt dies für eine gewisse „Elastizität“ der Tretschicht. Mischt man jedoch z. B. Holzspäne mit Sand, werden sich sehr schnell die Sandkörner satt um die Späne legen und somit deren Biegungen vereiteln. Das Gleiche gilt für Textilflocken, die man in den  Sand mischt. Auch hier legt sich der Sand um die einzelne Flocke und lähmt deren Elastizität. Zudem zerreibt sich nicht nur der Sand sondern auch die Holz- oder Textileinmischungen mit der Zeit. Es entsteht nicht nur Steinstaub sondern auch die noch leichteren Holz- oder Synthetikstäube. Seit rund 10 Jahren sind vollsynthetische Tretschichten auf dem Markt. Deren Materialeigenschaften sind gänzlich anders. Allerdings ist hier von ausschlaggebender Bedeutung, dass es sich wirklich um vollsynthetisches Material aus umweltverträglichen Kunststoffen handeln muss. Aufgrund von Patentrechten wird dieses Material nur von einer Firma angeboten. Diese vollsynthetischen Teppichflocken besitzen eine materialbedingte hohe Eigenelastizität, die auch bei Alterung nicht zurück geht. Da kein Schmirgeln stattfinden kann, entsteht auch kein mikroskopisch feiner Staub. Das ist die Gewähr für eine extrem lange Haltbarkeit gegenüber Sand oder Holz. Durch die Form der Flocken wird auch eine gute Haftung untereinander erreicht, so dass sich schon nach kurzer Zeit eine stabile „Matte“ einstellt. Diese wird nur bei Extrembelastungen, z. B. Sliding Stops aufgerissen.  Dieser Belag ist somit für alle Pferdesportarten geeignet. Ein wesentlicher Vorteil der vollsynthetischen Tretschicht ist außerdem, dass sie im Gegensatz zum Holz und Sand nicht hygroskopisch ist. D. h. sie saugt sich nicht mit Wasser voll. Und wo kein Wasser drin ist, kann auch nichts gefrieren. Und da es keinen Abrieb gibt der das Gefüge auf Dauer zusetzt, gibt es auch dauerhaft keinen Wasser-Rückstau (Pfützen) bei diesem Belag.
Ein synthetischer Reitplatz. Minus 8 Grad und 12 Zentimeter Schnee und trotzdem oder gerade deswegen macht reiten auf diesem Swing Ground Platz Spaß Man kann also festhalten, dass nur dieser synthetische Teppichbelag alle die oben genannten Forderungen nach einem optimalen Reitplatzbelag erfüllt. Und das zu jeder Jahreszeit, selbst bei Frost.
 
Neben vorgenannten wesentlichen Tretschichtmaterialien gibt es noch weitere Beläge wie z. B. Leder oder Kabelschrott. Letztere sollten aber wegen ihrer zum Teil  starken Umweltbelastungen nicht mehr verwendet werden. Mehr Infos auf www.swingground.de