Shagya Araber - Traumpferde inkognito

Shagya Araber - Ansichten von Inez Rüppel

Shagya Araber - Laßt uns sagen, das Traumpferd lebt! 
Das berühmte ´geborene Reitpferd`... Mit der Kapazität, die uns erlaubt, das zu reiten, was wir wollen. Im Notfall kann es aber trotzdem auch alles andere, was man gerade so braucht. Dressur, Springen, Renngalopp, Geländebummel, Distanzritt, Kinderreitstunde, Reitbahn eggen, auch mal repräsentativ die Kutsche ziehen... Da braucht man nur ein Pferd für alles. Da bleibt dann noch Geld für den ordentlichen Sattel und den richtig guten Unterricht über, so daß man endlich mal... 


Das Pferd, auf dem Reiten endlich Spaß macht. Weil es aufgrund seiner überragenden Konstruktion und seines kooperativen Charakters schon ´halb geritten ist`, ehe man den ersten Sattel auflegt. 
Denn vor uns steht halt das ideal durchkonstruierte Pferd. Man könnte nicht sagen, was anders sein sollte. Nicht zu kurz, nicht zu lang, nicht zu groß, nicht zu klein, nicht zu leicht, nicht zu schwer. Elegant und edel, aber tragstark. Schnell, aber auch ausdauernd. Hochgradig versammlungsfähig, aber auch schwungvoll. Ein tragfähiger Rücken, der den Reiter optimal hinsetzt und ihm ´viel Pferd` unter sich gibt, ohne die Beine auseinanderzupressen wie eine Tonne. Man setzt sich hin und fühlt sich wohl. Ein natürlich aufgerichteter, doch geschmeidiger Hals, der dem Reiter ´viel vor sich` bietet und das Pferd selbsttätig ausbalanciert. So daß sich der Reiter aufs Genießen des Rittes konzentrieren kann, anstatt darauf, das Pferd auf den Beinen zu halten. Über Hindernissen oder im schnellen Galopp dehnt sich dieser Hals dann genauso gern nach vorn, wie er sich in der Versammlung statiös aufrichtet. Starke Beine und Hufe brauchen wir natürlich noch, die das Vergnügen lange andauern lassen und keine ängstliche Vorsicht erforden. Ein  leistungsfähiges Kreislauf- und Atemsystem, so daß wir uns auch den rasanten Galopp oder den langen, flotten Ritt nicht immer aus Rücksicht verkneifen müssen.
Bei alle dem ist das Traumpferd selbstverständlich auch äußerst bequem zu sitzen. Und bei allem Temperament, bei allem Feuer und Adel, der den Reiter genauso stolz macht wie das noble Tier selbst, bleibt es immer vernünftig mit allen vier Hufen auf dem Teppich (oder Reitbahnboden), so lange der Reiter nicht etwas anderes ausdrücklich wünscht. Sensibel und menschenbezogen, läßt es sich am Seidenfaden lenken. 


Was nun keineswegs heißt, daß es überfein oder ziemperlich ist. Denn selbstredend hat das Traumpferd gute Nerven, ist einfach und anspruchslos in der Haltung, robust, gesund und haltbar... Bei aller adligen Vornehmheit verzeiht es gelassen die kleinen Schwächen des Reiters, anstatt sich darüber aufzuregen. Ein Pferd also, daß sich nicht nur mit seines Reiters unbegrenzten Ambitionen, sondern auch mit seiner begrenzten Freizeit, seinem begrenzten Geldbeutel, seinen manchmal begrenzten Nerven und Fähigkeiten, dem schlammigen Reitplatz, dem Bagger daneben und der Schwiegermutter verträgt. 
Kurzum: Das Traumpferd ist ein Pferd, daß einen Marstall schmücken würde – aber auch im windschiefen Offenstall fröhlich floriert. Da wir alle im Alltag leben, ist es alltagstauglich. Aber bei weitem nicht alltäglich!
Denn natürlich gehört zum Traumpferd eine lange und stolze Geschichte, voller glanzvoller und romantischer Assoziationen. Seine Vorfahren waren der Stolz von gekrönten Häuptern, der Platz auf ihrem Rücken eine Belohnung für Offiziere. Ihre legendäre Leistungsfähigkeit half Reiche sichern, selbst die großen Pferdezuchtnationen importierten sie für die Härteeinsätze ihrer Kavallerie. Ihre Schönheit glänzte in der kaiserlichen Leibgarde. Ihr Ruhm war einst im Munde von Pferdefachleuten in ganz Europa.
Die phantastischen Gebrauchseigenschaften des Traumpferdes sind selbstverständlich auch heute noch gesucht. Zu oft hat es erfolgreich mit Spezialrassen auf deren ureigensten Terrain konkurriert – sei es mit dem Vollblutaraber auf der langen Distanz, oder dem Warmblut-Sportpferd in der eigens für es entworfenen Hengstleistungsprüfung. Es veredelt mit großem Erfolg die verschiedensten anderen Rassen, vom Reitpony über moderne Sportpferde bis zum barocken Lippizaner. Jeder kann ja irgendetwas gebrauchen – schwebendes Gangwerk, Springvermögen, Härte, Umgänglichkeit... Das Traumpferd teilt sie großzügig den anderen Rassen mit. Denn es gibt nicht viele seiner Art. Doch der glückliche Besitzer des Traumpferdes kann damit leben. Denn wer will schon ein Pferd haben, daß jeder hat? Ein Traumpferd muß doch irgendwie auch immer etwas eksklusiv sein; auch wenn einem die anderen Reiter natürlich schon irgendwie leid tun...
    Trotz aller Seltenheit lebt man als Besitzer des Traumpferdes in dem stolzen Bewußtsein, daß es natürlich unter wirklichen Fachleuten schon jahrhundertelang geradezu Legende ist. Kein Wunder auch, wenn man bedenkt, daß die Zuchtgeschichte des Traumpferdes so einmalig ist wie es selbst. Das Traumpferd wurde eben planmäßig, gewissermaßen am Reißbrett entworfen, anstatt das Resultat wechselnder zeitgenössischer Bedürfnisse und daraus resultierender Einkreuzungen zu sein, wie die meisten anderen Rassen. Das "ultimative vielseitige Reitpferd" ist halt ein ziemlich zeitloses Ideal...
Der Auftrag, dieses Pferd zu erschaffen, kam von höchster Stelle. Ungeheure Ressourcen standen deshalb zu seiner Ausführung bereit. So konnte man nicht nur das aller beste Zuchtmaterial ankaufen, das aufzutreiben war, sondern man konnte es sich auch leisten, zeitweise bis zu 80 % eines Jahrgangs aus den Herden auszusortieren. Verständlich, daß das Traumpferd so ungewöhnlich durchgezüchtet ist und sich bei Einkreuzung so prägend vererbt. Und da es nie Modepferd war, hatten die Züchter nie Grund, ihre strenge Selektion zugunsten geldbringender Vermehrung aufzugeben oder Werte wie Gesundheit und Charakter den gerade aktuellsten äußeren Eigenschaften zu opfern.
Trotz seiner einzigartigen Qualitäten und dem geringen Angebot kostet das Traumpferd aber nicht mehr als jedes beliebige Wald- und Wiesen-Hottehüh. (Sonst wäre es ja kein echtes Traumpferd!) Man kann es ohne Probleme hier bei uns erstehen, ohne aufwendige Importe. Vielleicht steht es sogar schon auf einer Wiese im nächsten Dorf... Tja, schön wär´s...
Gäbe es das Traumpferd, wie könnte es sein, daß wir noch nicht davon gehört haben? Reiter allerorten müßten doch schon bei den Züchtern Sturm klingeln - davon abgesehen hätte der Preis eines Artikels von konkurrenzloser Qualität, der nur in geringer Anzahl zu haben ist, längst astronomische Höhen erreicht. Oder wie sollte das sonst zugehen? Stellen wir uns vor, jemand kommt auf einen Markt und sieht an einem Stand eine große Schatulle mit Schmuck. Da liegen die buntesten, funkelsten, ausgefallensten Ketten und Diademe über- und ineinander, dazwischen, kaum daß man sie sieht, hier und da einige wenige farblose, ziemlich trübe Steinchen. Die spektakulären Stücke sind begehrt und haben deshalb ihren Preis (auch wenn es teilweise nur Straßsteine sind, die da so blinken, oder die Fassungen sich oftmals als weniger haltbar erweisen, als mancher Käufer wünschen könnte). Unser jemand möchte auch gern so ein Steinchen, aber sein Geld reicht am Ende nur für eine der blinden Glasmurmeln. Er nimmt sie trotzdem mit; irgendetwas Nettes, denkt er, wird sich damit schon anfangen lassen. Zufällig besucht ihn ein paar Tage später sein Freund, ein Juwelier. Dieser springt sofort wieder aus seinem Sessel auf, als er den Stein sieht, den der Käufer zur Verschönerung in ein Blumenarrangement gelegt hatte. Er bittet den Besitzer, ihm das Stück auszuleihen, und ruft ihn noch am selben Abend völlig elektrisiert an. "Wo um Gottes Willen hast Du diesen lupenreinen Rohdiamanten gekauft?!! Und was zum Kukuck macht er in Deinem Blumentopf?"   So kann es einem gehen. Und so geht es heute einem Gutteil Reiter auf der Suche nach dem Traumpferd, scheint es.  Denn das lebt. Seit mehr als 200 Jahren in Reinzucht.
Nur, als echter Rohdiamant zeigt es sein wahres Feuer, seine unvergleichliche Schönheit und Härte erst, wenn es fachkundig geschliffen wird – in den Händen eines anspruchsvollen Reiters oder Fahrers. Im Rohzustand sieht der Laie oft nur ein nicht allzu großes Pferd, daß durch keine extreme Eigenschaft spektakulär wirkt. Denn das Traumpferd ist ja ein Allrounder (wenn auch oft auf dem Niveau von Spezialisten der jeweiligen Disziplin), kein Spezialist. Seine Eigenschaften können kaum so augenfällig sein, weil sie eben alle weniger extrem sind. 
Seine Spezialität ist der perfekt balancierte Körperbau und das intelligent-gelassene Wesen, die alles möglich machen - aber nur einem fachkundigen Auge als etwas Bemerkenswertes auffallen. Es hat nicht den extrem hoch aufgesetzten, mächtigen, imponierenden Hals des Barockpferdes; nicht die extreme Windhunde-Schnittigkeit des Englischen Vollbluts; nicht die extreme Zierlichkeit und das riesige Auge des Vollblutarabers; nicht die Muskelmassen des Quarter Horse. Denn es soll ja nicht nur versammelt tanzen können, sondern auch rasch und ausdauernd sein sowie springen können; es soll Speed und Sprungkraft haben, aber sich auch versammeln können; es soll schön und edel sein, aber auch stark; und es soll stark sein, aber auch leichtfüßig und ausdauernd. 
Es hat keine Spezialgangart, keine ins Auge fallenden Spezialfarben, keine wallende Mähne – nichts, was auf den ersten Blick fasziniert. Denn es ist ein praktisches Pferd. Es wurde zum Reiten gezüchtet, zu nichts anderem. Deshalb ist es gewöhnlich auch nur unter dem Reiter, daß es beeindruckt. Unter dem guten Reiter. Denn das ist seine Spezialität: Desto beeindruckender zu werden, je mehr der Reiter verlangt.  Es ist typisch, daß das "Aha-Erlebnis" seiner Anhänger oft ein ´Gebrauchserlebnis` ist. Bei vielen anderen Rassen haben die Fans imponierende Pferde auf einer Schau gesehen, in einer Pferdezeitschrift, oder sie haben über ihre faszinierende Geschichte gelesen und suchen nun ein Exemplar, bereit, es besonders und toll zu finden. (Was nicht heißt, daß es in diesen Rassen nicht auch wirklich viele tolle Pferde gibt!) Bei unserem Traumpferd hat man gewöhnlich von der Rasse kaum gehört, oder wenn man das hat, so hat man keine besondere Vorstellung davon. Oft reitet (oder fährt) man das Pferd, ohne zu wissen, welcher Rasse es angehört. Auf einmal merkt man, daß man an das Traumpferd geraten ist. Wie es einen hinsetzt... Wie es sofort mitarbeitet... Wie es versteht, was man gerade erst angedacht hatte... Wie es zu treten beginnt – und das auf dieser Buckelpiste von Reitplatz! Wie es unverdrossen mitarbeitet und den Sprung anzieht, obwohl es eigentlich noch gar nicht gesprungen sein sollte... Und müde scheint es auch nicht zu werden! Und dieses Gefühl, dieses geschmeidige, kraftvoll vibrierende, und doch mühelose Schweben... Reitet man denn wirklich schon so gut? Das ist das Spektakuläre: Daß alles so unspektakulär wird, so lange man da oben sitzt. 
   
Ein Pferd, daß unter dem Reiter fasziniert, muß unter den Reiter kommen, um zu faszinieren. Das Rätsel wird verständlich: Um unter gute Reiter zu kommen, muß das Pferd Status haben. Um diesen Status zu bekommen, muß es die Aufmerksamkeit vieler erregen, und wenn es daß gewöhnlich erst unter dem Reiter tut...  Nun git es eine Anzahl Reiter mit Traumpferden, die diese regelmäßig reiten; nur sind die wenigsten von ihnen wirklich gute Reiter. Denn das Traumpferd, großzügig und vernünftig, geht oft rührend auf schwächere Reiter ein, obwohl es als edles Blutpferd deutlich unter groben oder ungeschickten Händen leidet. Typischerweise versucht es trotzdem unermüdlich, den Reiter zufriedenzustellen, anstatt ihm durch (verdiente) Widersetzlichkeit seine mangelnden Fähigkeiten vor Gesicht zu führen. Daher landen nicht wenige Traumpferde, die von ihrem Gangvermögen her mühelos in einem barocken Reitsaal tanzen könnten, als ´billige Freizeitpferde` auf einem Waldweg oder Matschplatz, wo sie geduldig ihre wackligen Besitzer durch die Gegend schaukeln, ihre großen Bewegungen taktvoll gedämpft zu einem vorsichtigen Kavalleritrab. Da gehört schon das Auge des Pferdekenners dazu, den ungeschliffenen Rohdiamanten zu erkennen... Wer das aber kann, wird oft mit einem wirklichen Brillianten belohnt – gewöhnlich zum Preis einer Straßkette. Bei nur ungefähr 2000 Zuchtpferden weltweit ist die Zahl der Traumpferde-Vertreter, die in auf andere Rassen zugeschnittenen Disziplinen glänzen, so bald sich endlich einmal ein wirklicher Reiter auf ihren Rücken schwingt, geradezu frappierend hoch. Schaut man einmal nach, sieht man, daß viele der erfolgreichsten Sportpferde (MILTON, REMBRANDT und Konsorten) – ihre Leistungseigenschaften der Einkreuzung des Traumpferdes verdanken! Das doch eigentlich im Vergleich zu ihnen nur ein kleines "Hobbypferd" ist...? Dann müßte man doch eigentlich die anderen Rassen in das Traumpferd einkreuzen, oder? Wunder über Wunder... Und das Wunderbarste von allem: Die ganze Geschichte ist wahr. Weil sie nicht nur ein Mythos, sondern echte Geschichte ist. Dokumentiert bis zum allerersten, immer noch erhaltenen Zuchtbuch.
Nicht überraschend hatte nämlich die Kvallerie im 18. Jahrhundert den gleichen Wunschzettel wie viele heutige anspruchsvolle Reiter: Das stolze, intelligente, leichtfüßige Edelpferd – aber bitte groß und kräftig genug (ohne wieder unhandlich zu sein!), vernünftig, robust, und unkompliziert. Die Quadratur des Kreises? 
Die Kavalleristen damals, zum Glück, hatten ressourcestärkere Gönner als die meisten von uns. Für den Krieg war nichts zu teuer, und der Staat kaufte bereitwillig die besten Wüstenaraber, die sich auftreiben ließen. Dieses Ausgangsmaterial wurde dann von den angesehensten Pferdefachleuten ihrer Zeit geschliffen, bis die besten Qualitäten hervorgeholt und alle Unreinheiten entfernt waren. Am Anfang unter Zuhilfenahme vom besten, was die zeitgenössischen europäischen Pferde zu bieten hatten, dann Generation für Generation in Reinzucht und gelegentlicher Rückkreuzung mit speziell reitpointierten Vollblutarabern. 
Und da sprechen Unkundige manchmal – soweit sie den Namen überhaupt behalten haben - vom  SHAGYA  wie von ´einem Araber, der nicht gut oder rasserein genug` für die Bezeichnung "Vollblut" ist! Nichts könnte ja falscher sein...  Der Shagya ist kein ´Araber zweiter Klasse`, sondern existiert, weil der Vollblutaraber den hohen Ansprüchen der europäischen Kavallerie zu ihrer Blütezeit nicht genügte, da er nicht groß, stark und gängig genug war. Seine phantastischen Eigenschaften Schnelligkeit, Intelligenz, Ausdauer bildeten nur die Grundlage für eine neue Rasse, welche dieselben mit Kaliber, Gelassenheit und überragender Mechanik kombinierte, ohne den Adel zu verlieren. Der Vollblutaraber ist eine unbezahlbare Genresource – der Shagya ist die gelungene Quadratur des Kreises.
Außerdem ist die Bezeichnung ´Araber` für einen Shagya rein historisch nach jahrhundertlanger eigenständiger Existenz ungefähr so sinnvoll, wie für das Englische Vollblut. Diese Rasse, die nicht wesentlich älter ist, entstand ebenfalls auf orientalischer Basis, ohne daß man sie deswegen nur als einen ´unreinen` Orientalen ansieht. Man nennt ja auch den Lusitano nicht ein ´portugiesisches PRE`, obwohl er auf diesem basiert... Oder den Westfalen einen Hannoveraner?
Der Name "Shagya-Araber" weist auf den Ursprung der Rasse hin, die einst "Kulturaraber" hieß. Das erweckt bei vielen Laien den Eindruck, daß es sich um eine Spielart des Arabers handelt. Damit landet der Shagya regelmäßig in der "Araberschublade", die bekanntermaßen mit so vielen Vorurteilen vollgestopft ist wie sonst kaum eine. Die Wahrheit ist also eine ganz andere: Der Shagya ist keine Nebenform, sondern die Verbesserung des Wüstenarabers zum ultimativen Reitpferd. In diesem Zuchtziel, und den daraus resultierenden Qualitäten, ist der Shagya einzigartig.  Nicht nur deswegen ist er hoch eksklusiv, anstatt ´Billigpferd`: Es gibt also auf der Welt so um die 2000 Zucht-Shagyas – aber beispielsweise um die 15 000 Lusitanos... (Was nicht heißen soll, daß die Lusitanos deswegen weniger wertvolle Pferde sind!)
Der Shagya kann in seinen besten Exemplaren ungefähr alles, was andere Rassen auch können, bis hin zum Springen gegen Warmblüter (z. B. KOYANO) oder der Veredlung von Barockrassen (z. B. AMOR, eingesetzt in Piber). Andere Rassen können selten alles, was der Shagya kann (was wiederum nicht heißt, daß sie nicht auf ihren Gebieten phantastische Pferde sind!) Durchschnitts-Shagyas sind oftmals ideale Freizeit-, Amateur-Turnier-, oder Familienpferde. 
Viel näher kann man dem perfekten Pferd wohl nicht kommen?
Und dieses Pferd gibt es tatsächlich gewöhnlich zum Durchschnittspreis, da kaum jemand weiß, was es eigentlich ist!
Manche Dinge sind eben zu schön, um wahr zu sein. Vielleicht sollten wir doch einmal die unscheinbaren, wuschligen Dinger auf der Züchterweide nebenan näher in Augenschein nehmen. Die mit dem sonnenförmigen Brand und dem seltsamen Namen. Die, die immer so freundlich, aber trotzdem vorsichtig an uns schnuppern, als versuchten sie beharrlich, aber bescheiden unsere Aufmerksamkeit zu fangen... Vielleicht sind es ja Traumpferde inkognito?  Rohdiamanten?    SHAGYAS...? Nicht träumen. Reiten. SHAGYA! Inez Rüppel (Sie wurde Kundin beim Shagya-Araber Gestüt Klein Wisch) und hat die Liebe zu dieser Pferderasse entdeckt.
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Shagyas, die vergessenen Leistungspferde

Es gibt eine Pferderasse, die kann das meiste - besser als die meisten. Und die meisten haben noch nie von ihr gehört. Und es sind keine Araber, obwohl sie immer noch "Shagya-Araber" heißen...