Ausgelöst von einem Mückenstich entsteht ein vorerst harmloser Hautauschlag, auch Papeln genannt, der nach einiger Zeit beginnt zu jucken. Dieser unerträgliche Juckreiz führt bei Pferden dazu, dass sie sich bei jeder Gelegenheit scheuern, um sich Erleichterung zu verschaffen. Kahle Mähnen und Schweife sowie blutige und eitrige Wunden besonders am Mähnenkamm, am Widerrist, an Hals und Schultern und auch an den Ohren sind die Folge beim Sommerekzem.
Bei der unheilbaren Krankheit handelt es sich um eine Allergie des Pferdes auf Mückenspeichel in Verbindung mit Stoffwechselstörungen. Als besonders gefährlich gelten dabei die Kriebelmücken und Gnitzen, die von April bis September überwiegend in den frühen Morgen- und Abendstunden fliegen. Nach einem solchen Mückenstich gelangt Speichel in das Blut des Pferdes und löst die allergische Reaktion aus.
Obwohl es in Island dank des rauhen Klimas keine Sommerekzem-Erkrankungen bei Pferden gibt, sind die Isländer in milderen Gefilden besonders anfällig. Weitere gefährdete Pferderassen sind Haflinger und Shetlandponys, aber auch alle anderen Pferderassen können an der im Sommer auftretenden Allergie erkranken. Die auftretenden Symptome treten bei Pferden mit empfindlichem Fell, Pilzbefall und starker Schuppenbildung verstärkt auf. Auch Pferde, die im Offenstall gehalten werden, sind den stechenden Insekten länger ausgesetzt und somit gefährdeter. Da die Insekten überwiegend bei Dämmerung aktiv sind, sollten Pferde morgens und nachmittags auf die Koppel gelassen werden. Plätze mit Nähe zu Seen und Flüssen sollten von Ekzemern gemieden werden.
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Ein Heilmittel gegen das Sommerekzem gibt es bisher nicht. Empfehlenswert ist daher vor allem die Bekämpfung des Juckreizes und der damit einhergehenden Kahlschläge und Wunden. Sprays, Gele und Salben werden auf betroffene Stellen aufgetragen, sie lindern den Juckreiz und erschweren das Durchdringen der Mücken. Bei einigen Pferden erweist sich eine Impfung gegen Hautpilz als äußerst wirksam. Alternativ können zur Immunisierung die Eigenbluttherapie sowie zur Stabilisierung des Immunsystems die Akupunktur-Therapie eingesetzt werden.
Wichtig ist es Mücken von Sommerekzemern fernzuhalten. Das funktioniert am besten mit sogenannten Ekzemerdecken, die das Pferd vom Kopf bis zu den Beinen bedecken und die empfindlichen Stellen für Mücken unerreichbar machen. Auch sollte auf eine ausgewogene Ernährung des Pferdes geachtet werden, denn beispielsweise Vitamin B und Knoblauchgranulat machen das Pferd für die stechenden Insekten unattraktiv und verbessern die Hautstruktur.