Weidemanagement – ab auf die Sommerweide!

Weidemanagement – ab auf die Sommerweide!

Pferdeherde auf der Weide

Weidehaltung für Pferde optimal

Der Sommer steht vor der Tür, so dass sich viele Pferdebesitzer wieder dem Thema Weidemanagement für ihre Lieblinge widmen. Denn das Zucht- oder Freizeitpferd kann, solange es nicht im Leistungssport aktiv ist, durchaus über den gesamten Sommer hinweg –etwa von Mai bis Oktober - ausschließlich über die Weide ernährt werden. Das A und O bei der Weidehaltung ist neben der sorgfältigen Weidepflege die Einhaltung einiger Grundregeln: Die Pferde auf der Weide sollten täglich besucht werden, auch die Fellpflege darf nicht ins Hintertreffen geraten. Ebenso wichtig ist, dass jederzeit ausreichend sauberes Wasser und Weidegras für alle Pferde vorhanden ist. Hierzu kann es sinnvoll sein, die Weide in Areale zu unterteilen, die nacheinander abgeweidet werden, so dass sich immer mindestens ein Bereich über etwa vier Wochen von der Beweidung erholen kann. Pferdeäpfel müssen regelmäßig entfernt und eine stabile Umzäunung errichtet werden. Eventuell ist ein Salzleckstein für eine ausreichende Mineralstoffversorgung sinnvoll.

Fohlen auf der Weide

Auswahl der Weide

Pro Pferd wird bei der Weidehaltung mit einem Raumbedarf von 1 bis 1,5 Hektar gerechnet, für jedes weitere Pferd etwa 0,5 Hektar zusätzlich. Ideal sind trockene, nicht zu hügelige Wiesen in wind-, wetter-, lärm- und stressgeschützter Lage. Auf trockenen Wiesen besteht eine um einiges geringere Verwurmungsgefahr, dieser sollte man zusätzlich durch regelmäßige Entwurmung entgegenwirken. Zudem muss die zukünftige Weide frei von potentiellen Unfallgefahren wie Stacheldraht, scharfkantigen Ecken und Kanten von Zäunen oder ähnlichem sein. Zu fettes Gras ist für Verdauung und Stoffwechsel der Pferde eher schädlich, aber auch zu viele Wildkräuter sind nicht sinnvoll, zudem sollte die Pferdeweide frei von Giftpflanzen wie zum Beispiel Eibe, Lorbeer und Goldregen sein. Notwendig ist auch eine Absicherung der Weide gegen Pferdediebe. Empfehlenswert ist es, das Gatter innen und außen sowie oben und unten mit Vorhängeschlössern zu versehen und die Weide möglichst mit dicken Hecken einzugrenzen. Um die Versorgung der Pferde mit Wasser zu sichern, wird vorzugsweise eine automatische Wasserleitung installiert. Da sich die Pferde nicht über weite Entfernungen frei bewegen können, um bei Bedarf Schutz zu suchen, ist ein Unterstand auf der Sommerweide absolut notwendig. Am besten eignet sich der Offenstall, um den Weidepferden Schutz vor schlechter Witterung sowie vor starker Sonneneinstrahlung zu bieten. Der Offenstall ist im Optimalfall mindestens 2 Meter hoch mit ausreichend Platz für alle Pferde und ist mit einer dicken Matratze aus Stroh ausgestattet. Als Standort eignet sich die trockenste Stelle der Weide, wobei die Rückwand gegen die Hauptwindrichtung abschirmt. Als großzügige Schattenspender auf der Weide sind auch Nussbäume bestens geeignet: sie sind schnell- und großwachsend, zudem ist die Rinde für Pferde nicht schmackhaft und wird daher auch nicht angeknabbert.

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Pferd beim Grasen