Westernreiten: Ausrüstung für das Pferd

Westernreiten: Ausrüstung für das Pferd

Die Ausrüstung für das Westernpferd ist sehr vielfältig und mag auf den ersten Blick etwas verwirrend erscheinen. Meistens handelt es sich jedoch nur um verschiedene Ausführungen einer Grundausrüstung.

Die Wassertrense (Snaffle Bit)

Beim Westernreiten wird das junge Pferd auf einer Trense mit beidseitiger Zügelführung ausgebildet. Das Gebiss ist meistens etwas dünner, als die üblichen Wassertrensengebisse, die bei der englischen Reitweise benutzt werden. Die Zäumung soll aber nicht schärfer wirken, im Gegenteil. Beim Westernreiten wird angestrebt, fast ausschließlich mit einem losen Zügel zu reiten. Eine ständige, elastische Verbindung zum Pferdemaul ist nicht erwünscht. Statt dessen wird höchstens kurz am Zügel gezupft, um zum Beispiel eine Wendung einzuleiten.

Das Bosal: Gebisslose Zähmung

Diese Zäumung ist bei Westernpferden auch sehr verbreitet. Es handelt sich dabei um eine Gebisslose Zäumung, aber im Vergleich zum Hackamore ohne Hebelwirkung. Das Bosal wirkt so ähnlich wie ein schweres Halfter, das heißt der Druck wird auf die Nase und die Backen des Pferdes ausgeübt. Diese Zäumung wird auch zweihändig benutzt. Wenn ein Reiter ein Bosal benutzen will, sollte sein Pferd schon durch die Trense gelernt haben, auf nur angedeutete Zügelhilfen zu reagieren. Kandare Im dritten Ausbildungsjahr beginnen Westernreiter ihr Pferde mit Kandare zu reiten. Mit der Kandare wird nur einhändig geritten. Das Pferd muss auf den Druck des äußeren Zügels, der die Wendung einleitet, perfekt reagieren. Das hat es zuvor mit dem Snaffle Bit, dem Bosal oder auch einem pelhamähnlichen Korrekturgebiss gelernt. Es gibt verschiedene Gebissausführungen, z.B. das schwere California Spade Bit oder texanische Kandarengebisse, die etwas leichter und milder wirken.

Hilfszügel beim Westernreiten

Westernreiter benutzen auch Hilfzügel, wie zum Beispiel ein Ringmartingal oder Stoßzügel. Da diese allerdings den Kopf des Pferdes in eine bestimmte Position zwingen, werden sie nur sehr reduziert eingesetzt. Schließlich soll das gut ausgebildete Westernpferd am „losen“ Zügel gehen.

Sattel: pferdeschonend und bequem

Beim Westernreiten geht es vor allem darum, pferdeschonend und bequem zu reiten. Insofern unterscheiden sich Westernsättel grundsätzlich von den im Dressur- und Springsport üblichen Sättel. Westernsättel verteilen das Reitergewicht auf eine große Fläche und nicht etwa schwerpunktmäßig wie z.B. beim Dressursattel. Die Steigbügel eines Westernsattels sollten groß und schwer sein. Als Sattelunterlage dient ein dickes Pad, was den Rücken des Pferdes gut abpolstern soll. Dadurch sitzt der Reiter mehr „auf“ dem Pferd, als dass er „im Pferd sitz“, aber auch dies hat seinen Ursprung in der Geschichte des Westernreitens.

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