Westernsattel kaufen - So vermeiden Sie Fehler!

Fehler beim Kauf eines Westernsattel vermeiden: Checklist für vorher! Den falschen Westernsattel zu kaufen, ist in der Welt der Westernreiterei sicher keine Ausnahme. Und oft eine teure Erfahrung. Noch schlimmer- eine schmerzliche Erfahrung für Pferd und Reiter. Ein paar Überlegungen vor dem Kauf können helfen, dem richtigen Sattel auf die Spur zu kommen. Am besten also die häufigsten Fehler gleich vermeiden! 1. Traum gekauft!
Reiter haben viele Träume. Da sehen sie sich mit ihrem Pferd schon auf dem nächsten Turnier mit Siegerbuckle am Gürtel oder mit wehenden Chaps beim Cutting des Rindes. Da man schließlich langfristig und für die Zukunft kauft, sollte es viel Silber am Sattel sein für die Pleasure Prüfung oder ein hohes Horn zum Festhalten für die Cutting Manöver.
Ist das genau das, was ihr in den nächsten 2 Jahren tun wollt?  Wäre nicht ein anderer Sattel für das Basistraining idealer?  Ist nicht auch der sichere Sitz im Gelände ein wichtigeres Kriterium? 2. Schnell gekauft!
Neues Pferd? Oder plötzlich stellt man fest, dass das Pferd klemmig läuft und nächste Woche ist der große Wanderritt? Also muss ganz fix übers Wochenende der neue Sattel her. Der bevorzugte Sattelhändler hat in dieser Woche keinen Termin mehr. Also alle Sättel der Stallnachbarn probieren, die lange verkaufen wollen, ab in den nächsten Sattel Supermarkt und mit cleverem Blick die richtige Passform abgeschätzt? Solche Aktionen sind darauf angelegt, schief zu gehen. 3. Selbstsüchtig gekauft!
Da hat man zwar bei der Sattelprobe den passenden Sattel fürs Pferd gefunden, aber der viertbeste war doch eigentlich auch nicht schlecht: Hatte er doch die schönere Farbe, die bessere Ausstattung und die Punzierung, die man schon immer wollte… 4. Einer für alle(s) gekauft!
Wäre natürlich toll, wenn der neue Sattel nicht nur Jacks Pferd  sondern auch Jackies Pferd passen würde? Und wenn der Sitz auch noch für die Reitbeteiligung ideal wäre? Und wenn man das Pony dann auch noch ab und zu damit reiten könnte… 5. Schön gekauft!
Siehe auch: selbstsüchtig gekauft! Bloß nicht bestechen lassen. Da kommen oft einfach tolle Sachen zum Vorschein… Whow! Aber was nützt das alles, wenn es Pferd oder Reiter hinterher drückt. 6. Marke gekauft – das ist schon ok, aber…
Hier wird es schwierig. Klar, Markenware garantiert sicherlich eine bestimmte Qualität. Aber heute ist das Angebot einer einzigen Marke riesig: vom günstigen Einsteigersattel bis hin zum handgearbeiteten Liebhaberstück. Und dann geistern manchmal Gerüchte über Passformlöser durch die Gegend: ein Crates, ein Diamond C, ein Pullman – tolle Sättel, aber eben mit einer großen Range an Qualität und Passformen. Die Marke an sich ist keine Garantie für den passenden Sattel. Aber sicher sind bekannte Marken am ehesten ein Garant für ein faires Preis-Leistungsverhältnis. 7. Billig gekauft!
No Name Sättel aus dem Sattel Supermarkt? Günstig übers Internet erstanden? Mitgebracht aus dem Urlaubsland? Ja, wer glaubt denn tatsächlich heute noch, er wäre der einzige, der dieses einmalige Schnäppchen entdeckt hat? Ganz klar gesagt: Einstiegspreislagen sind ok, wenn man weiß, was man will. Billigware kommt zum Schluss immer teurer. Mängel am Sattel, geringe Haltbarkeit, notwendige Reparaturen, die eigentlich keiner annehmen will, schlechte Passform, kein Wiederverkaufswert….. letzen Endes das teurere Vergnügen. 8. Nummer gekauft?
Ja, ja, das mit den Sattelnummern….Der xyz Sattel mit der Nr. 1234-7 vom Stallkollegen ist genau der, der es sein soll. Der ist zwar schon 5 Jahre alt, aber von einer bekannten Marke. Also fix beim Sattelhändler nachgefragt und im Internet recherchiert. Nur leider, das mit den Sattelnummern klappt in den meisten Fällen nicht. Denn die Nr. 123 von 1999 hat mit der Nr. 123 von 2006 leider gar nichts zu tun.  Und der „Ride and Trek“, der im Katalog immer noch so aussieht wie vor 5 Jahren, hat inzwischen einen ganz anderen Baum. Dazu kommt: die Sattelhersteller nummerieren ihre Sättel nicht mehr oder nur noch codiert. Damit schützen sie den Fachhändler, der sich die Mühe macht über Hunderte von Kilometern vor Ort den Sattel beim Kunden anzuprobieren. Aber nicht, damit der Kunde hinterher den Sattel im Internet beim Schnäppchenhändler 100 EUR billiger kauft. Also vergesst den Nummernkauf am besten gleich. 9. Ohne Auswahl gekauft!
Es gibt für – fast – jeden Pferderücken und Menschenhintern den passenden Sattel. Und wenn es nicht allzu kompliziert ist, sollte es auch mehr als eine Lösung geben. Nachdem ihr grundsätzlich definiert hat, was für einen Typ Sattel ihr wollt und welches die richtige Baumgröße ist , z.B. Full Quarter, sollten es schon mehr als 3 oder vier Sättel sein, die ihr auf euer Pferd legt. Denn allein in der Form des Baumes gibt es Dutzende verschiedene Möglichkeiten. Also immer darauf achten, dass in der gewünschten Größe und Ausführung auch genügend Sättel zur Probe bereit stehen. 10. Ohne Beratung gekauft
Sattelexperten haben nicht nur das theoretische Wissen über Sättel und ihre Anprobe - das könntet ihr euch auch anlesen – sondern vor allem viel Erfahrung in der Praxis. Mit welchen Methoden oder Mess-Systemen sie arbeiten, ist dabei zweitrangig. Ihr persönliches Know how, ihr Talent und ihre Erfahrung zählen.
Tierärzte, Osteopathen, Heilpraktiker, Trainer und letzten Endes natürlich ihr selbst – alle können zwar definieren, dass das Pferd ein Problem hat. Ob das das jetzt tatsächlich am Sattel liegt oder welches der richtige Sattel wäre – das solltet ihr einen Sattelexperten fragen, der sich Tag für Tag mit Pferderücken und Sätteln befasst. Und in schwierigen Fällen mit Arzt oder Heilpraktiker zusammen arbeitet. Quelle: Second Hand Westernsättel – www.tackbox.de
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  • Autor: Manuel Müller
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