Appaloosa

 
Appaloosa

Herkunft USA
Stockmaß 147 - 165 cm
Charakter Trittsicher, ausdauernd und schnell, mit ruhigem Wesen und Cow-sense ausgestattet.
Besonderheiten Gangarten: Schritt, Trab, Galopp Verwendung vielseitiges Familienpferd, Westernreiten, Wanderreiten, Turniersport Gangmechanik sanft und leichtfüßig, taktrein Beschreibung Zur Gruppe der Westernpferde gehörendes, kräftiges Pferd. Trockener, breiter Kopf mit kleinen Ohren. Massiver, gut geformter Hals mittlerer Länge, der einer schrägen Schulter entspringt. Wenig Rist, breiter, kurzer und kräftiger Rücken, gute Tiefe und Breite. Abgeschlagene, sehr muskulöse Kruppe, gute Hosen und klare Gelenke. Das manchmal etwas leichte Fundament ist trocken, korrekt und stabil. Oft steile Fesseln, harte, kleine Hufe mit hellen Streifen. Fast ausschließlich Tigerschecken. Frühe Höhlenmalereien wie die in Lascaux legen nahe, dass gefleckte Pferde schon in prähistorischer Zeit gelebt haben. Man weiß, dass es solche Pferde im alten Persien und in China gegeben hat, auch in ägyptischen Wandmalereien sind sie zu finden. Gefleckte Pferde, die wahrscheinlich von den persischen Tieren abstammten, wurden in Spanien schon seit etwa 100 n. Chr. gezüchtet und zu einem besonders guten Reitpferd weiterentwickelt. Im 16. Jahrhundert nahmen die spanischen Eroberer unter anderen auch diese Pferde mit nach Mexiko. Entlaufene Tiere haben sich von dort aus über ganz Nordamerika verteilt. Die Nez-Perces-Indianer im nordwestlichen Amerika (das heutige Washington, Oregon und Idaho) waren besonders erfahrene Pferdezüchter, die mit den entlaufenen Tieren Pferde von besonderer Schnelligkeit, Kraft und Wendigkeit züchteten. Die Indianer lebten in der Nähe des Palouse River und die Pferderasse wurde bald unter dem Namen »A Palouse« und später als »Appaloosa« bekannt. 1877 wurde der Indianerstamm von der Armee fast gänzlich ausgerottet. Ihre Pferde wurden aber eingefangen. Durch sorgfältige Weiterzüchtungen entstand ein geflecktes Pferd, das 1938 als eigenständige Rasse anerkannt wurde. Man findet es zwar hauptsächlich in den westlichen Landesteilen, es gehört heute aber zu den sechs beliebtesten Rassen Nordamerikas. Bei den Appaloosa gibt es sechs Hauptfellmuster, aber keine zwei Pferde gleichen einander. Leopardbunt besteht aus einem durchgehend weißen Untergrund mit dunklen Flecken. Bei Schneeflocken-bunten Pferden sind es weiße Flecken auf einheitlich dunklem Grund. Decken-bunte Tiere haben einen fast völlig dunklen Körper mit dunklen Flecken auf weißem Rücken und/oder Hinterhand. Ein hauptsächlich heller Körper mit dunklem Rücken und/oder Hinterhand wird Weiße Decke genannt. Marmor-bunt beginnt mit einem dunklen Fell bei der Geburt, das im Laufe des Erwachsenwerdens außer einigen dunklen Markierungen an Beinen und im Gesicht fast bis zur Farbe Weiß verblasst. Frosted Tip beschreibt einen dunklen Untergrund mit hellen oder weißen Flecken auf Lenden und Flanken. Innerhalb der Muster gibt es noch zahlreiche Variationen. Der Appaloosa hat eine sehr leichte Bewegung; er ist von Natur aus fügsam. Als Reitpferd ist er deshalb sehr beliebt, ebenso für Fährtenjagd, Gespannfahren und für Farmarbeit. Er wird auf der ganzen Welt wegen seiner auffälligen Musterung bewundert und gern bei Shows und im Zirkus eingesetzt.