Augen

Augen

Das Pferd ist ein weidendes Beutetier, darum sind seine Augen ideal, wie die vieler anderer Beutetiere, geschaffen. Ein Pferd kann fast rundum sehen, lediglich direkt hinter ihm befindet sich ein Toter Winkel. Die Augen sitzen seitlich, so dass ein jedes ein anderes Bild aufnimmt. Nur wenn das Pferd geradeaus nach vorne sieht, wird die Information mit beiden Augen aufgenommen. Nur in diesem kleinen Bereich ist das Pferd dann in der Lage Dinge räumlich wahrzunehmen. In ihrem natürlichen Umfeld halten die Pferde den Kopf fast 16 Stunden am Tag in Bodennähe um das Futter aufzunehmen. Mit kleinsten Bewegungen können sie alles um sich herum wahrnehmen. Es ist unmöglich sich im freien einem Pferd zu nähern ohne von diesem bemerkt zu werden. Somit ist es nicht verwunderlich das ein Pferd, um sich sicher zu fühlen, genügend Kopffreiheit haben muss. Wird das Pferd beim Reiten zu sehr eingeengt kommt es nicht selten vor das es nur sehr widerwillig seine Arbeit verrichtet . Seine Sicht ist im wesentlichen monokular (einäugig), den größten Teil seiner Umgebung nimmt es als zwei Bilder war. Die binokulare (zweiäugige) Sicht nach vorne hilft im Entfernungen abzuschätzen und sich sicher fortzubewegen. Nur in diesem kleinen Bereich ist es dem Pferd möglich räumlich zu Sehen. Glaubte man jahrelang , das Pferd hätte ein gekrümmte Netzhaut (Retina), so weiß man heute das dies nicht so ist. Die schärfsten Bilder werden in der Mitte der Retina abgebildet. Daraus folgern wir das das Pferd genügend Spielraum für Kopf und Hals haben muss um seine gesamte Umgebung überblicken zu können. Reiter die diesen Spielraum, z. B. durch Hilfszügel, zu sehr einschränken müssen sich nicht wundern wenn das Pferd nur unwillig geht und versucht den Kopf zu befreien. Das Panorama das ein Pferd wahrnimmt ist recht groß, aber sehr flach.