Baschkiren Pony

 
Baschkiren Pony

Herkunft Baschkircn-Republik (ehem. Orenburg), Südlicher Ural, und in den USA.
Stockmaß rund 135 bis 150crn
Charakter ruhig, ausdauernd, zäh, trittsicher
Verwendung als Reit-, Pack- und Zugtier gleichermaßen geeignet Besonderheiten Stuten werden gemolken zur Herstellung eines Getränkes, des Kumys Beschreibung Derbes, gut mittelgroßes Pony von robustem Typ. Der gerade oder leicht geramste Kopf ist groß. Kleine Ohren, dichter Schopf und Mähne, kurzer, dicker Hals. Schwere, manchmal etwas steile Schulter, flach bis mittelmäßig ausgeformter Rist, der in einen langen, jedoch kräftigen Rücken übergeht. Breite, leicht abfallende Kruppe, tiefer, breiter Rumpf und stabile Gliedmaßen mit extrem harten Hufen. Etwas Behang und dichter, langer Schweif. Farben: Falbe, Fuchs und Brauner. Charakteristisch das gekräuselte Winterfell, das der Rasse in Amerika den Namen »Gelockter Baschkire« einbrachte. Relativ hochwertiges Pferd aus Nomadenzucht, in zwei Typen: der größere, leichtere Steppentyp, der früher bis 152 cm groß wurde (heute etwas kleiner), und der kräftige, gedrungene Bergtyp. Hauptsächlich verwendet zur Gewinnung von Stutenmilch. Die Stuten werden in großen Tabunen gehalten und während der achtmonatigen Laktationsperiode regelmäßig gemolken. Dabei fallen etwa zwischen 1500 und 2500 Liter Milch pro Stute an, die vergoren zu dem leicht alkoholischen Getränk Kumyß wird, dem auch Heilkräfte zugesprochen werden. Der Baschkire verträgt Temperaturen bis -40 °C und ist wegen seiner Härte, Ausdauer und Leichtfuttrigkeit bei den Kosaken beliebt. Zur Verbesserung seiner Gebrauchseigenschaften wurde er mit Trabern, Donpferden und Ardennern gekreuzt. In die USA gelangte die Rasse möglicherweise bereits über die Beringstraße.