Borrelliose

Borrelliose

Borreliose ist eine bakterielle Infektionskrankheit, die bei Menschen und Tieren auftreten kann. Die Erreger, die Borrelia Burgdorferi genannt werden, übertragen sich in der Regel durch Zeckenbiss. Die spiralförmige Beschaffenheit der Bakterien erlaubt es ihnen Zellen und Gewebe zu durchdringen und den ganzen Organismus zu infizieren. Die Zecken suchen sich die feuchtwarmen, feinhäutigen Stellen auf dem Pferdekörper aus. Es kommen, je nach Entwicklungsstadium oder Geschlecht, Schenkel, Euter, der Kopfbereich und Hals- und Schambereich, sowie Nüstern, Augen und der Kronsaum in Frage. Es kann Monate dauern, ehe Krankheitssymptome auftreten. Erste Anzeichen sind: gerötete Haut um die Biss-Stelle, geschwollene und schmerzempfindliche Gelenke, wechselnde Lahmheit, Fieber und unerklärliche Gewichtsabnahme. Wenn die Krankheit nicht behandelt wird, können die inneren Organe und das Nervensystem schwer geschädigt werden. Auch Herzrhytmusstörungen sind möglich. Borreliose wird mit Antibiotika mehrere Wochen therapiert. Eine Ausheilung ist oftmals nicht mehr möglich, so dass Rückfälle auftreten können. Die Borrelien breiten sich, nach einem Festbiss, frühestens nach Ablauf von 24 Stunden über den Organismus aus. Das Infektionsrisiko verringert sich gegen null, wenn die Zecke in diesem Zeitraum korrekt entfernt wird. Man sollte also nach jedem Ausritt den Pferdekörper auf Zeckenbefall überprüfen.