American Saddlebred - Deckhengste - 0 Anzeigen

American Saddlebred

Elegant und extravagant - das Saddle Horse fällt auf

Äußere Merkmale

Das elegante 153 bis 163cm große Pferd mit exotischer Ausstrahlung ist ebenso als American Saddle Horse und Kentucky- bzw. Virginia Saddler bekannt. Am häufigsten kommen Rappen, (Dunkel-) Braune, Schimmel und Füchse vor, wobei weiße Abzeichen üblich sind. Charakteristisch für den Verwandten des American Saddlebred, das Golden American Saddlebred ist dagegen vor allem die goldene Farbe und das schneeweisse Langhaar. Der mittelgroße Kopf wirkt mit seinem geraden Profil und den lebhaften, großen Augen, den spitzen, leicht sichelförmigen Ohren und der breiten Stirn fein und qualitätsvoll. Das Maul ist relativ klein und die Nüstern weit geöffnet. Der extrem hoch angesetzte, lange Hals mit starker Aufrichtung geht über in einen kräftigen Rücken mit starker Schulter und gutgeformten Widerrist, der höher als die Kruppe liegen sollte. Aus der etwas kurzen, geraden Kruppe erscheint eine starke, elastische Hinterhand. Das leichte Fundament mit eleganten, trockenen Gliedmaßen und runden, geschmeidigen Gelenken sorgen zusammen mit den langen Fesseln für federnde Bewegungen. Die Hufe sind rund und haben meist lange Zehen, die speziell für Shows in den USA mit Spezialbeschlägen, Kunsthufen und weiteren Methoden künstlich für mehr Gangvolumen sorgen sollen. Auch beim hochangesetzten Schweif wird mit Mieder und Operation für eine übertrieben hohe Schweifhaltung gesorgt. 

Das American Saddlebred gibt auch eine gute Figur im Western-Look ab

Herkunft des Amercian Saddlebred

Im 19. Jh. entstand das American Saddle Horse in Kentucky, ähnlich wie das etwas schwerere Tennessee Walking Horse, aus importierten Reit- und Wagenpferden: Paßgehende Mehrzweckpferde wie Hobbys oder Galloways waren darunter und wurden mit Narrangansett Pacer und kanadischen Trabern gekreuzt. Sowohl Narrangansett Pacer, das Arbeitspferd der Rhode Islands-Plantagen, als auch der „Canadian Pacer“ gaben die natürliche Veranlagung für die verschiedenen Gänge mit. Vollblut und Morgan veredelten die Rasse und sorgten für Schnelligkeit, brillante Bewegungen und ein beeindruckendes Erscheinungsbild. Durch strenge Auslese auf bequeme Gänge und Ausdauer wurde das American Saddlebred zu einem idealen Luxus- und Reisepferd, das auch für leichte Zugarbeit eingesetzt werden konnte. Großen Einfluss hatte das Saddlebred auch auf die Zucht von dem Cape Boerperd. 1891 wurde die Amercian Saddle Horse Breeders‘ Association in Louisville, Kentucky gegründet. Gezüchtet wird hauptsächlich in den USA, Kanada und Südafrika. Seit 1988 existiert das American Saddlebred auch in Deutschland. Eine ausschließlich auf ihre Farbe selektierte Variante des Sadlebred ist das Golden American Saddlebred. Fasziniert vom Goldschimmer der Isabellen und Palominos begannen amerikanische Züchter ein Pferd zu entwickeln, dessen erklärtes Zuchtziel die goldfarbene Fellfarbe war. 1939 wurde Pot o' Gold als erstes Golden American Saddlebred im Palomino-Zuchtverband anerkannt. Heute wird ihre Registrierung sowohl durch die American Saddlehorse Association und die Golden American Saddlehorse Association vorgenommen. 

Feiner Kopf mit leicht sichelförmigen Ohren

Charakter und Einsatzbereich

Das American Saddle Horse und das Golden American Saddlebred verfügen über extravagante, versammelte, taktvolle Aktionen und zeigen weichen Schritt, Trab, Kanter, Slow Gait und Rack. Diese Tölt- und Passbewegungen sind vererblich, ebenso die hohe Knieaktion. Das Amercian Saddlebred ist auffallend und präsentiert sich hervorragend, weshalb es gerne auf Shows als Drei- bzw. Fünfgänger vorgeführt wird. Weiter gibt es ein ausgezeichnetes Freizeit-, Kutsch- und Wanderreitpferd ab mit viel Ausdruck und einem angenehm, freundlichen Charakter.