Cleveland-Bay - Deckhengste - 0 Anzeigen

Cleveland Bay

Mächtig aber doch sanft präsentiert sich dieses Pferd  

Äußere Merkmale

Ruhig schaut der Braune in die WinterlandschaftEs ist die älteste bodenständige Pferderasse Großbritanniens neben den Ponys und wahrscheinlich der stärkste Hunter der Welt. Es sind große und kräftige Pferde im Karosserietyp mit guten Reitpferdeeigenschaften und gutem Springvermögen. Der große Kopf beim Cleveland Bay ist leicht geramst und erinnert an spanische Vorfahren. Der lange Hals ist hoch aufgesetzt und geht in einen flachen Widerrist über und in eine nicht ideale Reitpferdeschulter. Rassetypisch sind der lange Rücken und das kräftige Fundament mit relativ kurzen, nicht immer korrekten Beinen und sehr guten, harten Hufen, die in der Größe zum Kaliber des Pferdes passen. Weil sie von dem ca. 142 cm großen, starken Chapman abstammen, die im Bergbau eingesetzt wurden, weisen sie noch heute keinen hinderlichen Behang auf. Die Tiere müssen bay sein: ein sattes Braun in allen Schattierungen von fast Schwarz bis hin zum Kastanienbraun. Weiße Abzeichen werden bei den 162 – 172cm großen Pferden in der Regel nicht geduldet außer einem kleinen Stern auf der Stirn. Dunkle Streifen an Oberarm und Schenkel („Black Point“) sind Merkmale der reinen Rasse, ebenso schwarze Strümpfe.

Herkunft des Cleveland Bay

Aus dem nördlichen Teil der Grafschaft Yorkshire, aus Cleveland stammend, bekam die Rasse ihren Namen. Bereits im 17. Jh. züchteten Äbte von Whitby exzellente Packpferde, genannt Chapman-Horses oder „Vardy“, nördlich des Flusses Tees. Unter Elizabeth I. wurden orientalische Pferde importiert, später Andalusier aus Cordoba und auch Berberhengste. Die Nachzucht wurde schneller und leichter ohne die Kraft und Knochenstärke zu verlieren. Um 1660 wurde der Rassenmix konsolidiert und unter Georg II. waren zahlreiche Hengste in Hannover, Holstein und Oldenburg zum Aufbau der deutschen Zuchtgebiete im Einsatz. Weitere gingen nach Jütland, Amerika und Russland. 1884 wurde das Cleveland Bay Stud Book erstellt. Außerdem wurde das Yorkshire Coach Horse aus Cleveland Bay und Vollblut entwickelt, um ein leichteres Kutschpferd zu erzeugen, dessen Stutbuch erst 1936 geschlossen wurde.

Ein Pferd im schönen Galopp im Winter

Charakter und Einsatzbereich

Die Rasse besticht mit seinem besonders verlässlichen Ausdruck und ist noch heute in königlichen Stallungen vorzufinden. Als ursprüngliches Acker- und Kutschpferd hat diese Rasse kein Problem mit tiefem, schwerem Lehmboden und unwegsamem Gelände. Unter Hunter versteht man meist die Kreuzung aus Cleveland Bay und Englischem Vollblut, welche gute Jagd- und Springpferde abgeben.