Comtois - Deckhengste - 0 Anzeigen

Comtois

Comtois - Brauner mit heller Mähne

Äußere Merkmale

Mit einem Gewicht von etwa 600 bis 800 Kilogramm bei einem Stockmaß von 150 bis 160 Zentimetern zählt dieses Kaltblut zu den schweren Pferderassen. Der mittelgroße fast quadratische Kopf mit breiter Stirn weist aufmerksame auseinander stehende Augen auf und kleine bewegliche Ohren. Comtois-KopfDer gut angesetzte gerade Hals ist kurz und kräftig, es folgen schräge Schultern und eine breite Brust sowie ein ausgeprägter Widerrist und eine kurze Rückenpartie. Die tiefe breite Kruppe tritt häufig als Spaltkruppe auf und endet mit einem tief sitzenden Schweif, der früher, vor allem in Frankreich, meist kupiert wurde. Das Comtois besitzt starke kurze Gliedmaßen mit breiten Gelenken und kleinen, gut geformten Hufen. Farblich treten Comtois vor allem als Füchse und zum Teil als Braune auf, wobei der helle Behang besonders auffällig ist.

Herkunft des Kaltblut

Ursprünglich kommt die Pferderasse aus Burgund – Franche Comté, das heutige Zuchtgebiet Besancon. Die Tiere entstammen den germanischen Pferden. Schon die Ritter im Mittelalter wussten die Vorzüge dieser Pferde zu nutzen, auch im 20. Jahrhundert wurden sie von europäischen Heeren genutzt. Der Versuch, noch massigere Tiere zu züchten, gelang erst durch die Kreuzung mit Ardenner-Hengsten Anfang 1900. Vorher gab es schon Einkreuzungen von Normand-, Percheron- und Boulonnais-Pferden mit geringem Erfolg. Seit dem Jahr 1919 wird ein Stutbuch geführt und seit 1925 gibt es eine Reinzucht. Ebenso wie die Comtois  wurden auch die Haflinger aus Burgund eingeführt und werden heute auch in Gebirgszügen wie den Pyrenäen oder den Alpen gezüchtet, zum Teil erfolgt auch die Züchtung für die Fleischnutzung. Comtois mit anderen Pferden beim Weiden

Charakter und Einsatzbereich

Als lebhaftes, williges und zähes Kaltblut ist es vor allem als Arbeitspferd im Wald oder Weinbau geeignet. Auch widrige Gebirgsregionen sind kein Problem für die Pferde, da sie als bescheiden und besonders robust gelten und vor allem durch ihre Trittsicherheit sich in Hanglagen gut fortbewegen. Somit haben sie sich als Arbeits- und Zugpferd beliebt gemacht, in der Schweiz sogar auch als Schlittenpferde. Aufgrund ihrer Geduld kommen die Comtois heute durchaus auch beim Reiten und Voltigieren sowie im Fahrsport zum Einsatz.

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