Fellpony - Deckhengste - 0 Anzeigen

Fell-Pony

Äußere Merkmale

Das Fell-Pony ist das moderne Gegenstück der heute untergangenen Galloway Ponyrasse aus Schottland. Es steht im muskulösen Typ mit hochgetragenem, lebhaftem Kopf und spitzen Ohren. Die Stirn ist breit, die Nüstern weit und die großen Augen wirken sanft und intelligent. Die schräge, weit zurückliegende Schulter sorgt für einen ausbalancierten, weichen schnellen Trab, mit dem die Ponys ausdauernd laufen können. Im 19. Jh. waren sie darum als Traber berühmt, weite Strecken bis 32 km/h ohne Ermüden zurückzulegen. Der Widerrist ist ausgeprägt, der Rippenbogen gut gewölbt und die Kruppe abfallend und kräftig. Die Beine sind trocken und stark mit etwas Kötenbehang und harten, runden Hufen. Das Fell-Pony hat dichtes Langhaar und einen hochgetragenen Schweif. Rappen kommen am meisten vor, nur wenige Dunkelbraune, Braune oder sogar Schimmel sind anzutreffen. Weiße Abzeichen sind selten und an den Beinen unerwünscht. Das englische Pony kommt auf ein Stockmaß von 133 cm bis 143 cm.

Auffallend viel Kötenbehang an den Beinen

Herkunft der Ponys

Bis Ende des 19. Jh. wurden auf beiden Seiten der nordenglischen Pennine Hügelkette Pferde aus Galloways und Friesenpferde gezüchtet, die nicht unterscheidbar waren. Das Galloway-Pony war schnell, charakterstark und trittsicher und war bekannt für seinen leichten Gang und stand für Schönheit, Reinrassigkeit und ungeheure Zähigkeit. Römische Legionäre brachten damals Friesen mit, die der Zucht Gesundheit, Korrektheit und Knochenstärke vererbten. Dann wurde in der östlichen Region auf Grund veränderter Nutzungsbedingungen ein größerer Typ gezüchtet, das Dales-Pony, und in der westlichen der etwas kompaktere Typ, das Fell-Pony. Das Westmorland und Cumberland ist daher die Heimat der Fell-ponys. Im Jahre 1900 wurde eine Sektion im Stutbuch der „British Pony Society“ für diese Rasse errichtet, wobei der Hengst Lingcropper (um 1745) ein bekannter Linienbegründer ist. Das Fell-Pony war und ist ein bewährtes Kreuzungsprodukt im Hinblick auf fast alle Sportpferde, allen voran Hunter und das englische Vollblut. 

Am meisten prägten Friesenpferde die Rasse

Charakter und Einsatzbereich

Wie alle Bergponys ist auch diese Rasse hart und trittsicher. Im 17. und 18. Jh. wurden sie daher in der Landwirtschaft, als Wagenpferde und vor allem als Packpferde eingesetzt. Hier mussten sie Blei von den Gruben zur Küste über 48 km transportieren, rund 200 Pfund Blei täglich. Diese Kraft, Unermüdlichkeit und Widerstandsfähigkeit zeichnet sie heute noch als vielseitiges Arbeitspony aus. Aber auch zum Fahren und Reiten sind sie bestens geeignet mit ihrem gutmütigen Charakter, der Ausdauer und Wendigkeit. Fell-Ponys sind flink, lebhaft, aufmerksam und mutig.

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