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Ungarisches Kaltblut

Äußere Merkmale

Die als Ungarisches Kaltblut anerkannte Pferderasse ähnelt in seinem Äußeren stark dem Ardenner, Noriker und Muraközer. Der nicht zu schwere Kopf mit geradem Profil sitzt auf einem kurzen, stark bemuskelten Hals. Der Rumpf von dem Ungarischen Kaltblut ist breit, tief und muskulös, das Fundament kräftig. Weitere Kennzeichen sind die kurzen, stabilen Gliedmaßen mit festen, gut geformten Hufen und wenig Behang und das kräftige Langhaar. Das Kaltblut wird bis zu 1,55m groß, es kommen alle Grundfarben vor.

Herkunft von dem Kaltblut

Das Ungarische Kaltblut hat seinen Ursprung auf dem zum Staatsgestüt Kisber gehörenden Vorwerk Pula in Ungarn. Dort enstand im 19.Jahrhundert aus der Kreuzung von Noriker, Percheron und Ardenner die neue Pferderasse: das Ungarische Kaltblut. Dies führte im Südwesten Ungarns zur Bildung eines geschlossenen Zuchtgebietes, das die Zucht von dem Kaltblut bis heute beeinflusst hat.

Erst Anfang des 20.Jahrhunderts wurde die Zucht intensiviert, als durch größere landwirtschaftliche Maschinen, und dem gleichzeitigen Rückgang der Zucht von Arbeitsochsen, die Nachfrage nach einem schweren und ruhigen Arbeitspferd stieg. Träger der Kaltblutzucht waren Staats- und Privatgestüte und vor allem die Pferdezuchtvereine. Auch wenn die Einkreuzung weiterer Pferderassen wie Noriker und Muraközer die bestehende Rasse verbessern sollten, ist sie heute vor allem durch den Ardenner geprägt. Seit 1954 ist die Rasse als Ungarisches Kaltblut anerkannt. Da in Ungarn kein Pferdefleisch gegessen wird und durch die Mechanisierung der Landwirtschaft der Bedarf an einem zugkräftigen Arbeitspferd stark zurückging, wird es heute vor allem für den Fleischexport gezüchtet. 

Charakter und Einsatzbereich

Die als Ungarisches Kaltblut anerkannte Pferderasse gilt als genügsam und zuverlässig und zeigt mit Eigenschaften wie Fleiß und Ruhe einen ausgezeichneten Charakter. Durch einen zugfesten Schritt und einen fleißigen Trab findet das Kaltblut vor allem als Kutschpferd Verwendung. Aber auch als Arbeitspferd in der Landwirtschaft werden heute noch gerne Zugpferde der Rasse Ungarisches Kaltblut eingesetzt.