Vollblutaraber - Deckhengste - 3 Anzeigen

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MK Diabolo ,Vollblutaraberhengst

Schimmel, Stockmaß 159 cm
Preis: 500 € VHB
Preis: 400 €
Preis: 1.500 €
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Vollblutaraber

Äußere Merkmale

Der Vollblutaraber ist eine edle Erscheinung. Wesentliches Erkennungszeichen von dem Arabischen Vollblut ist der kleine Kopf mit breiter Stirn, großen Nüstern und tiefliegenden Augen. Das Nasenbein verläuft konkav, man spricht auch von einem Hechtkopf.

Ein Arabisches Vollblut im Galopp - gut zu erkennen: der Kopf im Hechtprofil

Die Form des Pferdes ist entgegengesetzt zu den modernen Sportpferden quadratisch mit hohem Schweifansatz. Das Arabische Vollblut besitzt weniger Rippen und Wirbel als andere Rassen und ist mit einem Stockmaß zwischen 1,40 und 1,56 m vergleichsweise klein. Die am häufigsten vorkommende Farbe beim Vollblutaraber ist Schimmel, aber auch Füchse, Braune und Rappen sind zulässig. Schecken werden toleriert.

Herkunft des Arabischen Vollblutes

Die Vollblutaraber stellen eine Unterrasse der Gruppe Arabische Pferde dar. Sie bezeichnen die reingezogene Form dieser Pferde ohne Fremdblutanteil. Bereits im siebten Jahrhundert existiert auf der Arabischen Halbinsel die Pferdezucht. Damit zählen Vollblutaraber zu den ältesten Pferderassen der Welt. Als Stammmütter gelten fünf vom Propheten Mohammed bei der Flucht mitgeführte Stuten. Der Ruf der ursprünglich von Beduinen gezüchteten Wüstenpferde verbreitete sich aufgrund der arabischen Besetzung Spaniens schnell nach Mitteleuropa. So schickten im 19. Jahrhundert viele Fürstenhäuser Gestütsbeamte nach Syrien, um Vollblutaraberhengste zur Veredlung der heimischen Pferde einzukaufen. Zudem wurden auch Araberstuten mitgebracht, um die Abhängigkeit von den Arabern zu reduzieren. Somit hat der Vollblutaraber entscheidenden Einfluss auf nahezu alle Pferderassen der Welt wie zum Beispiel den Sanfratello, Pleven, Perser, Karacabayer, Karabaier und das Belutschi. Aber auch für das Englische Vollblut, das Quarterhorse und viele Warmblutrassen wie den Trakehner gilt das edle Rennpferd heute als Stammvater. 

Ein sehr aussdrucksstarker Hengst

Seit Ende des Zweiten Weltkrieges wird jedoch überwiegend ein Nachkomme des Vollblüters, das Englische Vollblut, zur Veredlung anderer Rassen eingesetzt. Auf die Arabische Halbinsel eingeschleppte Seuchen sowie importierte Automobile und Waffen rotteten den Bestand der Vollblutaraber fast völlig aus. Erst seit einigen Jahren bauen arabische Herrscherfamilien die Zucht des Arabischen Vollblutes wieder auf. In einigen Gebieten der arabischen Welt existierte jedoch eine lückenlose Zucht eines Vollblutaraberstammes ohne Import von Arabern mit westlichem Blut. Die Al-Jellabie und Al-Kray-Araber weisen die höchste Ähnlichkeit zu den Wüstenpferden der Beduinen auf. Die höchsten Populationen sind heute in Deutschland, Polen, Ungarn und den USA zu finden. Die Zuchtverbände sind global in der World Arabian Horse Organisation (WAHO) zusammengeschlossen. 

Edel und schick: der Vollblutaraber in seiner ganzen Pracht

Charakter und Einsatzbereich

Mit Eigenschaften wie Robustheit, Sensibilität, Genügsamkeit, Menschenbezogenheit und Lebhaftigkeit avancierte der Vollblutaraber zu den beliebtesten Freizeitpferden weltweit. Dank seiner Härte und Ausdauer, entstanden durch harte Bedingungen in der Wüste, ist es das ideale Pferd für Wanderreiten und Distanzreiten. Auch im Westernreiten findet er immer mehr Verwendung. Bei Kurzstrecken wurde das Arabische Vollblut vom auf Schnelligkeit gezüchteten Englischen Vollblut überholt. Jedoch erfreuen sich spezielle Araberrennen vor allem in der arabischen Welt hoher Beliebtheit. Außerdem kommt dem Vollblutaraber eine wichtige Bedeutung in der Veredlung anderer Pferderassen zu.