Ein neuer Pferdeanhänger muss her

Ein neuer Pferdeanhänger muss her

Jeder Pferdebesitzer braucht für den Transport seines Tieres früher oder später einmal einen Anhänger. Ganz besonders aber aktive Spring- oder Dressurreiter, die mit ihren Pferden regelmäßig an Turnieren teilnehmen und dafür durch ganz Deutschland oder ins Ausland touren. Ohne eine entsprechende Transportbox wird es schwierig, sein Pferd mehrere hundert Kilometer über deutsche Straßen zu befördern. Stellt sich nur die Frage: Was sollte man beim Kauf eines Anhängers beachten?

Sollte man sich einen eigenen Pferdeanhänger kaufen?

Im ersten Schritt muss geklärt werden, ob man sich einen neuen oder gebrauchten Pferdeanhänger anschaffen möchte. Ein Gebrauchter ist natürlich viel günstiger als ein neues Modell, birgt aber auch Risiken in Bezug auf Qualität und Laufleistung. Ein neuer Pferdeanhänger hingegen ist zwar deutlich teurer, bietet dafür aber mehr Sicherheit in Bezug auf die Elektrik und die Bremsen, die Türen und Klappen. Entscheidet man sich für das neuere Modell, gibt es hier einige Tipps, was beim Kauf neuer Pferdeanhänger zu beachten ist:

Entscheidungshilfe: Kauftipps für neue Pferdeanhänger

  • Tipp 1: Beim Kauf sollten in erster Linie das Leergewicht des Anhängers, die Größe des Innenraums und der Bodenbelag eine entscheidende Rolle spielen. Schließlich muss die Box genügend Platz für ein Pferd bieten, ohne unter der Last des Tieres nachzugeben. Deshalb hängt der Anhängerkauf auch unmittelbar mit der Größe und Statur des Pferdes ab. Ein Shetlandpony braucht schließlich eine andere Box als ein Shire Horse.

  • Tipp 2: Das Material sollte vor allem dann hochwertig sein, wenn der Pferdeanhänger das ganze Jahr über im Freien steht. Dann sollte es besonders witterungsbeständig sein, damit es nicht so schnell rostet. Eine Transportbox aus Holz ist nur dann empfehlenswert, wenn man einen wind- und wasserdichten Unterschlupf für den Anhänger hat, wie etwa eine Garage oder einen Carport.

Nach dem Kauf die Formalitäten klären

Mit dem Pferdehänger auf

Wer sich einen neuen Pferdeanhänger gekauft hat, muss ihn noch bei der zuständigen Zulassungsstelle anmelden. Sobald man Fahrzeugbrief, TÜV-Gutachten und Betriebserlaubnis besitzt, steht noch die Frage im Raum, ob man die Transportbox versichern lassen muss. Hier gilt die Regelung, dass Pferdeanhänger über die gesetzliche Kfz-Haftpflichtversicherung des Autos mitversichert sind, mit dem sie transportiert werden. Sollte jedoch noch keine entsprechende Versicherung vorliegen, weil man sich mit dem Anhänger ein neues Fahrzeug zulegen muss, dann kann man hier die Tarife verschiedener Anbieter miteinander vergleichen, um beim Abschluss Geld zu sparen.

Hinweis: Seit dem 1. August 2002 unterliegen Pferdeanhänger – neben dem Zugfahrzeug – einer eigenständigen Gefährdungshaftung (§7 StVG). Auch die sollten sich alle Pferdebesitzer einmal durchgelesen haben und darüber Bescheid wissen.

(Bildquellen: oben: Digital Vision/Photodisc/Thinkstock, unten: Thomas Northcut/Photodisc/Thinkstock)