Einstreu: der Klassiker Stroh

Einstreu: der Klassiker Stroh

Als Einstreu hat es auch heute noch in den Augen vieler Stallbesitzer zahlreiche Vorteile, von denen die Fressbarkeit wohl zu den Wichtigsten zählt. Da Pferde einen Großteil des Tages fressen und Stroh außerdem je nach Halmart einen gewissen Nährgehalt besitzt, kann es als zusätzliche Raufutterquelle dienen. Zudem bekämpft es gerade bei der Boxenhaltung effektiv Langeweile. Das Pferd kann mit der Nase im Stroh wühlen und es fressen, ist also beschäftigt.

Auch in Unterständen ist Stroh gut geeignet

Ein weiteres Argument für viele Stallbesitzer ist auch der Preis. Stroh besteht aus ausgedroschenen und getrockneten Halmen und ist ein Nebenprodukt der landwirtschaftlichen Ernte. Da viele Bauern ihre Betriebe heute zu Pferdeställen umgebaut, ihre Felder aber behalten haben, können sie ihre eigene Boxengrundlage produzieren. Dadurch ist das Angebot nicht nur groß, der Pferdebesitzer kann sich auch meist das beste Preis-Leistungs-Verhältnis heraussuchen. Außerdem lässt sich das Einstreu leicht kompostieren und ergibt einen sehr guten Dünger!

Stroh ist guter, natürlicher Dünger

Aber: Verwendet man es als Einstreu, so muss man dabei immer auch die Qualität im Auge behalten! Ein Ballen, der offensichtlich von Schimmel oder Pilzen verunreinigt ist, sollte auf keinen Fall verwendet werden, da er zu schweren Verdauungsstörungen und Koliken führen kann. Daneben können die im Stroh enthaltenen Pilz- und Schimmelsporen und der Staub zu Atemwegserkrankungen führen. Als Stallbesitzer sollte man daneben auch immer bedenken, dass es den Pferdeurin schlecht aufsaugt und der Aufwand beim Misten und Einstreuen höher ist als bei anderen Einstreuarten. Zudem ist es durch die schlechten Ernten der letzten Jahre schon lange nicht mehr die preisgünstige Alternative.

Unser Fazit: Stroh ist als Einstreu nicht für alle Pferdetypen geeignet. Gerade für Pferde, die an Allergien und Übergewicht leiden, sollte man eine Alternative finden.

Higlandstute und Fohlen genießen sichtlich das Bett aus Stroh

(Foto unten: Nicole Dittelbach, Greymares Highlandponys)

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