Einstreu

Einstreu

Die Einstreu wird auf den Boden der Box aufgebracht. Sie soll so beschaffen sein, dass das Pferd warm, weich und trocken steht und liegt.Sie muss den Harn aufsaugen können und den Geruch der Auscheidungen binden. Das übliche Material ist Weizen- oder Roggenstroh. Damit können Pferde auch einen Teil ihres Raufutterbedarfs decken.Manche Pferde fressen zuviel davon, häufig aus Langeweile. Man sollte einem solchen Pferd mehr Abwechslung bieten, statt die Strohmenge zu wechseln!Sägespäne oder Torfmehl werden ersatzweise verwendet, wenn das Strohangebot knapp ist oder das Pferd an einer Strohallergie leidet, die zu Erkrankungen der Atemwege führt.In ländlichen Gebieten wurden früher auch Zweige von Nadelbäumen als Einstreu verwendet, an denen Pferde ebenfalls gern knabbern.Bei der Wechseleinstreu wird das Einstreumaterial täglich oder mindestens mehrmals die Wochevollständig erneuert. Dies ist hygienischer als eine Matratzeneinstreu, kostet aber mehr Zeit und Material.Die Matratzeneinstreu hat eine feste, federnde Unterlage (Matratze) aus Torf, Hobelabfällen oder einem Gemisch daraus. Sie ist vor allem im Winder auf sehr kaltem Untergrund günstig, weil sie besonders gut isoliert und wärmt. Um sie geruchsarm zu halten, sollte Kalk oder ähnliches beigemengt werden, es verhindert auch bis zu einem gewissen Grad die Ansiedlung von Parasiten.Obenauf kommt lockeres Stroh. Entfernt werden regelmässig nur der Kot samt nass gewordenen Stellen. Die Matratze darf nicht umgestochen werden, sonst stinkt´s gewaltig!Sie wird mehrmals im Jahr komplett erneuert.