Einzäunung der Pferdekoppel

Einzäunung der Pferdekoppel

Pferd auf der Weide mit Kunststoffzaun

Der passende Weidezaun für Ihre Pferdeweide

Beim Weidezaun gilt: Zaun ist nicht gleich Zaun. In erster Linie ist ein Weidezaun als Abschreckung gedacht und soll einen Ausbruch der weidenden Pferde verhindern. Hierbei haben Stabilität des Zaunes und die Sicherheit der Pferde höchste Priorität, doch muss jedem Pferdebesitzer klar sein, dass es keine 100prozentige Ausbruchssicherheit gibt. Je nach Nutzung der Weide stehen zahlreiche Varianten zur Auswahl. Wird der Zaun für mehrere Jahre fest installiert spricht man von einem stationären Weidezaun, wird der Zaun dagegen mehrmals im Jahr versetzt bzw. auf- und abgebaut, handelt es sich um einen mobilen Weidezaun. Zudem ist die Widerristhöhe der Pferde entscheidend, ebenso die Frage, ob die Beweidung dauerhaft oder nur zeitweise erfolgen soll. Auch die Lage der Pferdeweide ist aufgrund der Risikoeinschätzung von besonderer Bedeutung, hierbei lassen sich drei Risikoklassen unterscheiden: Niedriges Risiko besteht bei Pferdeweiden in unmittelbarer und kontrollierbarer Nähe an wenig befahrenen Straßen, hier ist im Normalfall eine Einzäunung mit flexiblem Elektrozaun ausreichend. Liegt die Koppel an etwas stärker befahrenen Straßen und ist nicht ständig kontrollierbar, geht man von einem mittleren Risiko aus, was eine feste Einzäunung, eventuell sogar mit unterstützendem Elektroband, erfordert. Höchstes Risiko besteht bei Weiden, die direkt an Autobahnen oder Bahnstrecken gelegen sind oder hauptsächlich von Hengsten beweidet werden. In diesem Fall ist eine feste Umzäunung mindestens in Widerristhöhe unerlässlich, ergänzt durch einen nach innen gesicherten Elektrozaun. Pferdeweide mit Elektrozaun

Beschaffenheit des Weidezaunes

Ein Weidezaun ist im Optimalfall langlebig und stabil angelegt und stellt keine Verletzungsgefahr für die weidenden Pferde dar. Aus diesem Grund ist Stacheldraht völlig ungeeignet. Auch Glattdraht, wie er auf Rinderweiden zum Teil zum Einsatz kommt, birgt für bewegungsschnelle Tiere wie Pferde ein hohes Verletzungsrisiko, da der Draht schnell übersehen wird und schlimme Verletzungen verursacht. Der Standardholzzaun, am besten aus Hartholz, besteht aus Pfosten bzw. Zaunpfählen mit einem Durchmesser von etwa zehn bis zwölf Zentimetern und meist drei runden oder flachen Querriegeln. Normalerweise wird ein Drittel der Zaunpfähle im Boden  bei einem Abstand von drei bis vier Metern verankert, die Gesamthöhe des Weidezaunes liegt bei vier Fünftel der Widerristhöhe des größten Pferdes. Eine robuste und besonders langlebige Alternative zum Holzzaun sind moderne pflegeleichte Kunststoffausführungen, die nicht faulen oder verrotten können. Kombinationen mit Elektrobändern, etwa über dem oberen Querriegel, erhöhen die Ausbruchsicherheit. Elektrozäune an sich erfordern mehr Aufwand bei der Instandhaltung, da sie ständig von Bewuchs freizuhalten sind und regelmäßig täglich geprüft werden müssen um eine dauerhaft gleichbleibende Spannung von 2.000 bis 5.000 Volt zu gewährleisten. Bei der Anlage eines Elektroweidezaunes ist unbedingt auf die Kennzeichnung mit entsprechenden Prüfsiegeln zu achten. In jedem Fall sind baurechtliche Bestimmungen zu berücksichtigen, eventuell ist es sogar notwendig, den Weidezaun genehmigen zu lassen.

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Weidezaun mit reitenden Kindern