Eisen

Eisen

Eisen ist für die Bildung des roten Blutfarbstoffes (Hämaglobin) sowie des Muskelfarbstoffes (Myoglobin) unentbehrlich. Darüber hinaus is es Bestandteil zahlreicher Enzyme im Stoffwechsel.
Über die Hälfte des Gesamteisenanteils im Körper entfällt jedoch auf Hämaglobin (60%) und Myoglobin (20%).
Als wesentlicher Bestandteil des Blut- und Muskelfarbstoffes dient es dem Sauerstofftransport im Körper. Bei Eisenmangel ist die Zahl der roten Blutkörperchen reduziert.
Die Folge: Angestrengte Atmung, besonders unter Belastung, Leistungsschwäche und erhöhte Infektionsanfälligkeit.
Insbesondere Tiere mit hohen Blutverlusten aufgrund von Verletzungen oder Darmparasiten (blutige Durchfälle) sind für eine erhöhte Blutbildung auf eine ausreichende Eisenzufuhr angewiesen. Dies gilt auch für hochtragende Stuten, die in den letzten drei Trächtisgkeitsmonaten ca. 75 bis 185 µg/kg Fe/kg LM /Tag im Fetus anlegen sowie für laktierende Stuten, die zu Beginn der Laktation für die Versorgung des Fohlens höhere Eisenmengen über die Milch abgeben.
Später sinkt die Eisenabgabe über die Milch jedoch von ca 260 µg/kg LM /Tag auf unter
65 µg/kg LM/Tag ab.

Bei Reitpferden ensteht allein bei intensivem Training ein Mehrbedarf, da Eisen mit dem Schweiß verloren geht.
Der Eisenbedarf ist in der Regel auch für Pferde, die Leistung erbringen mit dem Grundfutter gedeckt. Die maximal verträgliche Eisenmenge in der Futterration für ausgewchsene Pferde liegt bei ca. 1000 mg/kg Futter-TS.
Zu hohe Eisengaben können jedoch die Verwertung von Phosphor, evt. auch von Mangan und Zink, beeinträchtigen.