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Freizeitpferde

Ausritt durch Wald und WiesenFreizeitreiten

Das Freizeitreiten wird heutzutage als wesentliche Gegenrichtung zum Dressur- und Springreiten betrachtet. Der Deutsche Sportbund (DSB) definierte 1975 den Breitensport als „wettkampforientierten Sport, allerdings auf einer niedrigeren und somit „breiteren“ Leistungsebene. Als Freizeitsport galt ein Sport losgelöst von jeglichem Wettbewerbsgedanken. Da aber alle Elemente aus den Freizeitgraden perfektioniert und in Wettkämpfen gemessen werden kann, verschwimmt diese Abgrenzung zunehmend. Zum Beispiel wird in Europa der Trailparcours noch oft als spielerische Beschäftigung angesehen, in den USA ist es jedoch ein ernst zu nehmender und hochdotierter Turniersport. Daher bezieht sich der Begriff Freizeitreiten auf alle Aktivitäten, die sich außerhalb des hohen Turniersports abwickeln. 

Außerdem bezieht es sich sowohl auf die artgerechte Haltung – d.h. in der Herde, im Offenstall oder mit viel Auslauf auf der Weide - als auch auf den natürlichen Umgang des Reiters mit seinem Freizeitpferd. Im Vordergrund steht das Geländereiten in der freien Natur bis hin zum Wanderreiten.

Reiten in der NaturDa das Geländereiten ein wichtiger Teil des Freizeitreitens ist, stehen hier vor allem die Beziehung zum Pferd und der achtsame Umgang mit der Natur sowie das sichere Miteinander von Reiter und Pferd im Vordergrund. Vor allem als Teil der Ausbildung von Pferd und Reiter ist das Geländereiten nicht nur für das Freizeitreiten unerlässlich, bietet es dem Pferd doch Abwechslung im täglichen Trainingsprogramm und gibt dem Reiter die Gelegenheit, seine Einwirkung auf das Pferd zu überprüfen. Hierbei kommen die verschiedensten Reitweisen zum Einsatz, vorrangig Grundzüge aus dem Westernreiten, aber auch Elemente der Islandreiterei, dem iberischen und dem Dressurreiten. Der Ausbildungsstand von Reiter und Freizeitpferd kann dabei stark variieren. 

Gerne wird auch mit Knotenhalfter gerittenDas Freizeitpferd

Für das Freizeitreiten ist kein spezielles Pferd nötig. Breitensportler bevorzugen Pferde mit einem ausgeglichenem, verlässlichen Gemüt und positiven Charaktereigenschaften. Das Wesen, Temperament und die individuelle Ausbildung und Auslastung des Freizeitpferdes in verschiedenen Reitstilen sind für sie wichtiger als die Rasse oder das Aussehen. So sollte das Pferd für das Geländereiten beispielsweise vor allem über einen guten Charakter und ausgeglichenen Temperament verfügen, nicht nervös oder schreckhaft sein. Auch Trittsicherheit, gute Gesundheit und eine fundierte Ausbildung in der Dressur zeichnen das optimale Pferd für das Geländereiten im Freizeitsport aus. Einige Züchter haben dies erkannt und bieten außer auf Disziplinen spezialisierte Pferde auch Allround-Pferde an.

Geeignete Pferderassen

In der Regel kommen alle Rassen und Schläge für das Freizeitreiten in Frage. Jede Pferderasse hat ihre Besonderheiten, die sich für verschiedene sportliche Zwecke oder Haltungsformen anbieten. Oft sind es die urtypischen, robusten Rassen wie Haflinger, Norweger oder Shire Horse. Aber auch Isländer, Quarter Horse und verschiedene Warmblutrassen finden vor allem beim Geländereiten im Freizeitbereich Verwendung. Auch mehr oder weniger hoch gezüchtete Pferde wie Vollblüter sind für den Freizeitsport möglich, kommen aber nur selten vor.