Hoch zu Ross - Pferdehalter sollten an die Versicherung denken!

Hoch zu Ross - Pferdehalter sollten an die Versicherung denken!

Der Begriff Pferdeversicherung umfasst alle Arten der Assekuranzen, Check24_2die mit dem Besitz, der Haltung und dem Reiten der Tiere zusammenhängen. Der deutsche Schriftsteller Friedrich Martin von Bodenstedt schrieb in seinen gemischten Gedichten: »Das Paradies der Erde, liegt auf dem Rücken der Pferde!« So glücklich sich Reiter im Sattel fühlen, so genau sollten sie sich vergegenwärtigen, dass ein eigenes Pferd auch Gefahren verursachen kann. Die Tiere unterliegen der so genannten Gefährdungshaftung, das heißt, dass man als Halter in vollem Umfang für einen durch das Tier verursachten Schaden an fremdem Eigentum aufkommen muss.

Die Versicherer bieten einzelne Verträge oder auch Komplettpakete an

Die Grundversorgung in Sachen Pferdeversicherung kann durch einen Haftpflichtvertrag gewährleistet werden. Dieser Versicherungsumfang tritt bei Schäden an Personen, Sachen oder Vermögen ein. Die gängige Deckungssumme liegt bei pauschal 5.000.000 Euro. Darin enthalten sind in der Regel ferner das Fremdreiterrisiko, also wenn der Halter das Reittier überlässt, sowie die Turnierteilnahmen, Rennen und andere Ausritte zum Wandern oder Ritte über längere Distanzen. Für Halter die eine höhere Summe wünschen, ist es ebenso möglich einen Vertrag über einen Deckungsbetrag von 10.000.000 Euro mit dem Versicherer zu vereinbaren. Der Summe sind nach oben hin keine Grenzen gesetzt. Als Regel gilt allerdings, je immenser die Versicherungssumme, desto höher ist der jährliche Beitrag. Die Berechnung der Kosten ist allerdings nicht nur von den Versicherungssummen und -umfängen abhängig. Gleichermaßen spielt es für die Prämienberechnung der Pferdeversicherung eine Rolle, ob es sich beim zu versichernden Tier um ein aktives Reitpferd, ein Pony oder sogar um ein Gnadenbrotpferd handelt. Die Kalkulation des Risikos wird von den Assekuranzen also ebenfalls nach der tatsächlichen Nutzung bemessen. Ein Reitpferd, das tagtäglich im aktiven Einsatz ist, birgt mehr Risiken als ein Tier, welches seinen Lebensabend auf der Weide genießen darf.

Mietsachschäden - immer wieder in aller Munde

Manche Haftpflichtverträge umfassen außerdem die so genannten Mietsachschäden. Der Begriff ist im Großen und Ganzen selbst erklärend. Dieser Teil der Pferdeversicherung haftet für Schadensereignisse, die an gemieteten Boxen oder Anhängern durch das eigene Tier verursacht werden. Check24_1Sollte also Ihr eigenes Pferd die Innenwand des geliehenen Anhängers beschädigen, kommt die Haftpflichtversicherung, welche Mietsachschäden im Leistungsumfang hat, für die Instandsetzungskosten auf. Dieses Risiko sollte man keineswegs unterschätzen. Auch die Reparatur einer beschädigten Mietbox, kann rasch mehrere tausend Euro kosten. Die Ursache liegt in den seltensten Fällen in der Mentalität oder im Charakter der Pferde begründet. Meist hat sich das Tier bloß erschrocken und wurde deswegen unruhig. Auf diese äußeren Einwirkungen hat man weder als Halter noch als Reiter oder Pfleger Einfluss. Wer also von vornherein weiß, dass das eigene Pferd öfter im Mietstall untergestellt oder in einem Mietanhänger transportiert wird, der sollte kein Risiko eingehen und die Mietsachschäden mit in den Vertrag aufnehmen. Bei der Betrachtung des Themas günstige Pferdehaftplicht ist neben der angemessenen Versicherungssumme folglich zudem der Leistungsumfang extrem bedeutsam. 

Welche Versicherungen kommen für Pferdehalter und Reiter noch in Betracht?

Neben der unverzichtbaren Haftpflichtversicherung können Besitzer für ihr Pferd dazu eine Krankenversicherung abschließen. Diese deckt in der Regel die normalen Tierarztbehandlungen ab. Sollten allerdings Operationen anstehen, benötigt man einen besonderen Versicherungsschutz. Last, but not Least ist es ebenso machbar, Pferdeversicherungen wie die Reitunfallversicherung und sogar eine Diebstahl- und Lebensversicherung für Pferde zu bekommen.