Kasachen Pferd

 
Kasachen Pferd

Herkunft Republik Kasachstan
Stockmaß um 142 cm
Charakter Anspruchslos, widerstandsfähig gegenüber Hitze und Kälte, nicht schnell, aber erstaunlich ausdauernd.
Verwendung Wird ganzjährig in nomadisierenden Herden gehalten. Reitpferd der Viehhirten, Kuhmys- und Fleischlieferant. Besonderheiten Neben den Grundgangarten ist auch die Veranlagung zum Paß oder Tölt (russische Bezeichnung dafür "Perestrup") vorhanden. Beschreibung Modernes Warmblutpferd mittlerer Größe, oft deutlich vom Trakehner geprägt, dabei etwas kleiner als die übrigen deutschen Rassen. Manchmal unedler Kopf, gut geformter Hals, schräge Schulter. Kräftiger Rist, kompaktes Mittelstück von ausreichender Tiefe. Schräge, muskulöse Kruppe, Hinterhand manchmal mäßig korrekt. Ausreichendes Fundament mit harten Hufen, in Stellung und Gelenken nicht immer voll befriedigend. Häufig Füchse, oft mit großen Abzeichen, auch Braune, andere Farben seltener. Die Geschichte der württembergischen Landespferdezucht ist eng mit der des Hof- und Landgestütes Marbach verbunden. Dieses wurde 1460 von Graf Eberhard V gegründet und 1554 von dessen Sohn Christoph ausgebaut. Als Gegenpol zu dem aktiven, aber auch wankelmütigen Karl Eugen wirkte der hervorragende Stutmeister Georg Hartmann von 1744 bis 1793. Mitte des 19. Jahrhunderts erfolgte die Konsolidierung durch Landoberstallmeister von Hofacker. Er importierte die Normänner Hengste Faust und Contet, die durchschlagend vererbten. Um 1960 begann mit dem Trakehner Julmond die Umformung zu einem modernen Typ, der stark ostpreußisch geprägt war. Hengste anderer Warmblutrassen wurden eingesetzt, um Rahmen, Kaliber und Springvermögen zu verbessern.