Kustanaier

 
Kustanaier

Herkunft Hauptzuchtgebiet ist die Republik Kasachstan mit den Gestüten Kustanaj, Majkulsk, Trorzk, Krasnodonsbij, Saryturgaskij; GUS.
Stockmaß um 155 cm
Charakter Genügsam, hart, widerstandsfähig, leistungsfähig, mit guten Grundgangarten und Springanlagen
Verwendung Bewährt als Reit- und Zugpferd Besonderheiten Sehr schnell (1.600 m in 1:40,8 min) und sehr ausdauernd (286 km in 24 Stunden) Beschreibung Der Kustanaier ist ein massives, quadratisches Steppenpferd im Reitpferdetyp. Mittelgroßer Kopf, in der
Regel mit breiter Stirn, geradem Profil, in seltenen Fällen konvex. Wache Augen, bewegliche Ohren und große Nüstern. Langer, gerader, gut bemuskelter Hals, markanter Widerrist, lange, schräge Schulter, breiter, tiefer Rumpf, gerader, kräftiger Rücken mit guter Sattellage und muskulöser, leicht abfallender Kruppe. Stabiles Fundament mit knochenstarken, trockenen Gliedmaßen, gesunden, festen Hufen. Volles Langhaar. Vor allem Füchse, Braune, Dunkelbraune.

Zuchtgeschichte: Schon im 19.Jh. wurde in den Gestüten Orenburg, Turgay und Kuslanaj versucht, das kleine Kasachenpferd durch Anpaarung mit Donpferden, Streletzen, Orlow-Rostoptschinern und anderen Warmblütern zu verbessern. Darauf aufbauend wurden Ende der 30er Jahre kasachische Stuten mit Vollblut- und russischen Halbbluthengsten gepaart. Deren Nachzucht wurde mit dem Ziel der Reinzucht einer neuen Rasse - der Kustanaier - reproduktiv gekreuzt und die Nachzucht streng selektiert, um den erwünschten Zuchterfolg durchzusetzen. Die Zuchtprodukte erfüllten die in sie gesetzten Erwartungen und nahmen an Beliebtheit und Zahl rasch zu. In den 50er Jahren wurde die Rasse anerkannt und ein Zuchtbuch für die ca. 40.000 Kustanaier eröffnet.