Percheron

 
Percheron

Herkunft Frankreich
Stockmaß 150 - 170 cm
Charakter Aktiv, Intelligent, gutmütig
Verwendung Zugpferd Beschreibung Elegantes, harmonisches Kaltblutmodell. Fein modellierter, gerader Kopf, große Augen und breite Stirn. Langer, schön gewölbter Hals, für ein Zugpferd ausgezeichnete Schulter und guter Rist; breite und tiefe Brust, tonniger Rumpf, Rücken und Nierenpartie fest und kurz, lange, leicht abfallende Spaltkruppe. Trockenes, gut bemuskeltes Fundament mit breiten, korrekten Gelenken und stabilen Röhren; harte Hufe, wenig Behang. Leichte, aktive Gänge mit hervorragendem Trab. Farben: Schimmel und Rappen. Der Percheron ist weltweit das berühmteste und am häufigsten anzutreffende französische Zugpferd. Vor allem aber ist er in seinem Heimatland Frankreich beliebt. Seine Intelligenz und seine sanfte Art wecken bei seinen Bewunderern viel Enthusiasmus und Zuneigung. Bei der Züchtung wird sorgfältig auf Qualität und Reinheit der Rasse geachtet.

Die Percherons stammen aus dem Nordwesten Frankreichs, präziser: aus dem Gebiet von La Perche, das im Pariser Becken liegt. Die Rasse entstand vermutlich aus der Verbindung einheimischer Normannenpferde mit Arabern und anderen orientalischen Rassen, die von Mauren in Westeuropa zurückgelassen worden waren. Das Ergebnis war ein recht schweres Pferd, das von den Rittern des Mittelalters eingesetzt wurde. Später wurden die Percherons mit noch schwereren Zugrassen gekreuzt, um stattliche Arbeitspferde zu züchten.

Im 19. Jahrhundert machte den Percheron eine Beigabe von Araberblut agil und lebhaft. Eine kleinere Percheron-Art trägt den Namen »Postier Percheron«.

Der Boulonnais, eine andere schwere Zugpferdrasse aus Nordfrankreich, hat zum Teil die gleiche orientalische Quelle, andalusisches Blut macht ihn aber dem Percheron sehr ähnlich.