8. Polopicknick Münster – Internationaler Spitzensport mit westfälischer Note

Eishockey auf dem Pferd

polopicknick 2 spielerAm 23. und 24. Juli werden beim achten „Polopicknick“ am Hugerlandshof erneut einige der besten Polospieler der Welt hoch zu Pferd mit mehr als 60 Stundenkilometern über den Rasenplatz jagen. Vor acht Jahren rief der Unternehmer und passionierte Polospieler Sebastian Schneberger das Turnier mit Freunden ins Leben. Mittlerweile hat sich die professionell organisierte Veranstaltung mit der lockeren Picknickatmosphäre zu einer münsterischen Institution mit Kultcharakter gemausert. „Polo ist sexy und macht schmutzige Jeans“, schmunzelt Sebastian Schneberger und blickt über das 270 mal 180 Meter große Spielfeld. Am Veranstaltungswochenende werden hier tausende Menschen auf Picknickdecken und an langen Tischen bei mitgebrachten Speisen den Kampf um die weiße Kugel verfolgen. „Natürlich geht es um den Wettstreit und ums Gewinnen, aber wir verleihen dem ältesten Teamsport der Welt zusätzlich eine familiäre, westfälische Note“, macht Schneberger deutlich. Für sein sportliches Selbstbewusstsein hat der Organisator des Wochenendes gute Gründe. Im vergangenen Jahr konnte Schnebergers international erfolgreiche Mannschaft „Los Nocheros“ („Die Nachtschwärmer“) das heimische Polopicknick-Turnier für sich entscheiden. „Polo ist für mich ein Mix aus Rock´n´Roll und Eishockey auf dem Pferd“, lacht der betont unkonventionell auftretende Münsteraner und verweist auf die mitunter recht verbissenen Zweikämpfe. „Selbstverständlich steht die Gesundheit unserer Ponys an erster Stelle. Als Spieler hingegen nimmt man kleinere Blessuren schon mal in Kauf“.

Poloponys sind die Stars des Turniers

polopicknick spielerDie rund 140 gut trainierten Poloponys sind die eigentlichen Stars: Obwohl das Regelwerk keine spezielle Pferderasse vorschreibt, hat sich eine Kreuzung aus den argentinischen Criollos und dem englischen Vollblut aufgrund ihrer Widerstandsfähigkeit und Geschwindigkeit bewährt. Jedes Pony spielt maximal eine der jeweils siebeneinhalb Minuten dauernden Spielzeiten („Chukker“). An der vom Zuschauertrubel entfernten Ponyline ruhen die Tiere aus und stehen während des Turniers durchgängig unter Aufsicht eines Fachtierarztes. Auch in diesem Jahr wird mit weit über 4.000 Zuschauern am Turnierplatz gerechnet. Sebastian Schneberger möchte gezielt junge Leute für seinen Sport begeistern. Und freut sich auf eine ausgelassene Stimmung am Spielfeldrand: „Polo ist ein leidenschaftlicher Sport. Wir wollen erreichen, dass die Leute mitgehen wie bei einem Fußballspiel von Preußen Münster“.

Spendengedanke Hauptbestandteil der Polopicknick-Idee

Ein Teil der Erlöse und ein freiwilliger Beitrag der Teams kommen wie jedes Jahr einem lokalen karitativen Zweck zugute. Im vergangenen Jahr kamen für den Freundeskreis Knochenmarktransplantation Münster e.V. mehr als 6.000 Euro zusammen. Dieses Jahr gehen die gesammelten Gelder an eine Kooperationsgemeinschaft der Initiative „Münster bekennt Farbe“ und der Waldschule Münster. Ziel der Einrichtung ist es, Interesse an den Lebensräumen Wald, Wasser und Wiese zu wecken und das Umweltbewusstsein von Kindern und Erwachsenen zu stärken. Auf dem grünen Areal des Turnierplatzes mit den weißen Pavillons fühlen sich auch Familien ausnehmend wohl. Während die Erwachsenen schlemmen oder durch das Angebot an hochwertigen Merchandise-Artikeln stöbern, vergnügen sich die kleinen Gäste im Spielparadies mit Hüpfburg, Schminktisch und weiteren Stationen. Für kleine Nachwuchs-Polospieler stehen einige Ponys für die erste Runde im Sattel bereit. „Aus dem ursprünglichen Gedanken ´Polo zwischen Parties´ ist in den vergangenen Jahren ein international viel beachtetes Turnier geworden“, stellt Veranstalter Schneberger zufrieden fest. „Diesen eingeschlagenen Kurs werden wir weiter verfolgen“. Die Picknick-Gäste dürfen sich also erneut auf ein Sportwochenende der Extraklasse freuen.