Bettina Hoy startet nicht in Hongkong

Bettina Hoy (Gatcombe/GBR) wird nicht bei den Olympischen Spielen an den Start gehen. Das Olympiapferd Ringwood Cockatoo der erfolgreichen Vielseitigkeitsreiterin, der sich am vergangenen Freitag beim CHIO in Aachen im Springen leicht verletzt hatte, ist noch nicht wieder soweit genesen, dass er am Wochenende beim CIC** Hünxe einsetzbar ist. „Damit erfüllt Bettina nicht die Auflagen des Vielseitigkeitsausschusses und kommt leider nicht mehr für die Olympischen Spiele in Frage“, so Bundestrainer Hans Melzer (Putensen). Bettina Hoy wird daher auch nicht in die Quarantäne in Warendorf einziehen, sondern zunächst in ihre englische Wahlheimat Gatcombe zurückkehren. „Ich bin natürlich sehr unglücklich. Ringwood Cockatoo geht es den Umständen entsprechend gut, die Prellung und der Bluterguss sind seit Aachen deutlich zurückgegangen. Aber ich merke, dass er sich noch nicht wohl fühlt und möchte ihm daher den Start in Hünxe nicht zumuten. Ich habe die vier letzten Jahre auf den Start bei den Olympischen Spielen hingearbeitet und habe mir nichts mehr gewünscht, als nach Athen eine zweite Chance auf eine Medaille zu bekommen. Diese Enttäuschung gilt es erst einmal zu überwinden. Ein kleiner Trost ist der Mannschafts-Weltmeistertitel von Aachen, wo wir gezeigt haben, was wir leisten können. Darum tut es mir im Moment fast noch mehr leid um meinen Mann Andrew, der von seinem Heimatland Australien in diesem Jahr nur als Reserve für die Spiele nominiert wurde.“ Das nächste Ziel hat Bettina Hoy schon vor Augen: Für den Herbst plant mit sie mit Ringwood Cockatoo den Start beim CCI**** Burghley oder Pau. Für Bettina Hoy rückt Andreas Dibowski (Egestorf) mit Euroridings Butts Leon in die deutschen Vielseitigkeitsmannschaft nach.        

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