Das erste Jahr mit Bee

In ihrem neuesten Beitrag berichtet Momo über ihr erstes Jahr mit Was A Bee. Was kann man mit einem Jährling schon alles machen, fragst du dich? So viel sei verraten: eine ganze Menge! Und ausreichend Platz für Träume ist auch noch...

In Anzeigen wühlen, Pferde angucken, Abstammung recherchieren, schwärmen, träumen, spekulieren – ich glaube das kennt jeder, der schon mal über Pferdekauf nachgedacht hat.

Meine Träume waren recht eindeutig: Ein Vielseitigkeitspferd mit ausreichend Trab und schnellem Galopp, wache Augen und lange Gesundheit! Harmonisch galoppiere ich mit einer schönen Stute über die hügelige Landschaft, wir überwinden alle Hindernisse, die kommen mögen. Meine treuen Hunde laufen nebenher und der Wind streicht mir durchs lange, splissfreie Haar... um uns herum: jubelnde Menschen (muskulöse Männer sind auf jeden Fall auch dabei und klatschen heftig), die Sonne scheint und es regnet nur in der Nacht wenn alle schlafen, ich hebe ab, springe über Wolken, treffe Michael Jackson, winke ihm zu, er winkt zurück...Ja, so normale Träume halt beim Pferdekauf. Kennt jeder!

 

Jetzt hatte ich Bee und somit hatte mein Traum dann auch einen Namen und ein Gesicht. Bee. Stern, Schnippe und Kugelaugen, die noch keinerlei Weisheit in sich tragen (sie wusste nicht mal, was eine Banane ist).

Zu diesem Zeitpunkt war ich immerhin schon 8 Jahre Pferdebesitzer. Aber mit Jährlingen habe ich mich noch nicht viel beschäftigt. Was macht man denn da auch?

Nix eigentlich. Somit habe ich Bee erst einmal auf eine Weide gestellt, mitten in eine Stutenherde unterschiedlicher Altersklassen. Bis sie im Winter eingestallt wurde, besuchte ich Bee regelmäßig und schmuste ein bisschen. Über die Wintermonate konnte ich mich mehr mit ihr beschäftigen. Ich besuchte sie höchstens einmal in der Woche aber da kann man schon viel machen.  

Hier ein Überblick, was ich mit Bee gemacht habe, als sie auf dem Weg zur 2-jährigen war:

  • Putzen, überall anfassen, sehr viel füttern.
  • Anbinden an unterschiedlichen Anbindeplätzen.
  • Führen für Profis: inklusive stehen bleiben, Pferd voran schicken oder hinterher laufen lassen, erste Tendenz zum Longieren (am Strick).
  • Führen mit Trab.
  • Führen in fremdem Gelände, Spaziergänge (ohne andere Pferde) mit Hunden, die von Zeit zu Zeit im Laub rascheln.
  • Führen über eine Stange, durch ein Pfütze oder über einen Ast.
  • Flaschen-Fremdreitertest (nicht so rittig sagt die Flasche, die aber auch echt schnell runter gefallen ist... ppffft....).
  • Als Highlight einmal eine Trense anprobieren und überrascht feststellen, dass es keine große Sache für Bee ist.

 


Nach diesen Erlebnissen stand dann auch schon wieder der Sommer vor der Türe und ich erweiterte meine Träume, was ich alles mit diesem Pferd erleben würde. Die Entdeckungs- und Erziehungs-Arbeit mit so einem „Rohling“ erfüllte mich sehr.

Meine Träume wurden also etwas präziser: Ein megasupertolles Vielseitigkeitspferd mit schwebendem Trab und schnellem Galopp, wache treue Augen und Gesundheit, die nie enden wird! Wie eine Sternschnuppe am Horizont galoppiere ich mit der schönsten aller Stuten über die Kontinente und durch die Festhallen, fließend überwinden wir alle Hindernisse dieser Welt, nichts kann uns aufhalten. Meine treuen Hunde laufen nebenher und der Wind streicht mir durchs lange, splissfreie Haar (welches niemals verknotet!)... um uns herum jubelnde Menschen, (vor allem muskulöse Männer mit nackten Oberkörpern), die Sonne scheint, wenn es regnet, dann Pommes bzw. Schokolade (je nach Stimmung), ich hebe ab, springe über Wolken, treffe Michael Jackson und wir tanzen zusammen (ich mindestens so gut wie er, klar!) bei einem Live Konzert von Amy Winehouse, welche eine riesige Konfetti-Kanone abfeuert, die mit Geldscheinen gefüllt ist....

Kennt jetzt vielleicht noch nicht jeder, aber ganz normale Träume die man mit einem Jährling so hat! ;-)

 

In meinem nächsten Blog erzähle ich dir dann, was wir im folgenden Jahr erlebt haben, was von den Träumen sich verwirklicht hat und welche hinzu gekommen sind!  Aber so viel verrate ich dir schon mal: ganz normale Sachen, die jeder kennt...

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