Doping: Tritt Bundestrainer Kurt Gravemeier zurück?

Christain Ahlmanns Olympia-Pferd Cöster war gedopt (wir berichteten). Nun wird spekuliert, ob Bundestrainer Kurt Gravemeier seinen Hut nehmen muss. Bereits bei den vergangenen Olympischen Spielen in Athen kostete das Doping den deutschen Reitern die Goldmedaille. Damals war die Blutprobe von Ludger Beerbaums Pferd "Goldfever" positiv gewesen.

„Für das, was Christian gemacht hat, fehlen mir noch immer die Worte", sagte Gravemeier in einem Interview mit der Münsterländischen Volkszeitung. "Nach Athen war uns allen klar, dass sich so etwas auf keinen Fall wiederholen darf. Umso enttäuschender und befremdlich ist, dass es doch passiert ist.“ Das Ganze ist offensichtlich für den Bundestrainer nur schwer zu verkraften: "Ich fühle mich einfach nur beschissen."

Insofern denke er auch darüber nach, ob er noch der richtige Mann an der richtigen Stelle sei. Springreiter Otto Becker hat allerdings Verständnis für Gravemeier. Schließlich sei er nicht das "Kindermädchen der Reiter". Viel wichtiger sei aber das sportliche Desaster der Olympischen Spiele. „Die Art und Weise, wie in den letzten Jahren einiges gelaufen ist, wie beispielsweise vor großen Championaten nominiert wurde, hat mir überhaupt nicht gefallen. Ich denke, wir sind klug beraten, wenn wir in Zukunft nicht immer nur über die Beerbaums dieser Welt sprechen, sondern uns insgesamt mal wieder breiter aufstellen und beispielsweise den nachrückenden Talenten eine Chance geben.“

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