Dos und Don‘ts der frühen Phase – Pferde richtig ausbilden

Aller Anfang ist schwer - das gilt auch für die richtige Ausbildung eines Jungpferdes. Gerade in den ersten Phasen der Kommunikation mit dem Pferd und des Anreitens können schwerwiegende Fehler gemacht werden. Umso wichtiger ist es, in den Ausbildungsphasen professionelle Unterstützung von Seiten eines erfahrenen Trainers zu bekommen. Die wichtigsten Dos und Don‘ts beim Anlernen eines Pferdes im Überblick:

Richtiges Timing und Ruhe

Das richtige Timing ist für die erfolgreiche Pferdeausbildung unerlässlich. Während das durchschnittliche Anlern- und Anreit-Alter bei etwa drei Jahren liegt, kann es durchaus sein, dass das Pferd typ- und rassebedingt erst mit vier oder fünf Jahren angeritten wird. Wann der richtige Zeitpunkt ist, hängt von den körperlichen und mentalen Voraussetzungen ab.

Geduld und Spaß beim Ausbilden von Pferden

Das passende Equipment

Von Anfang an ist es wichtig, dass das Pferd halfterführig ist. Hier ist das richtige Equipment gefragt: Am besten beginnt man mit einem Knotenhalfter und Strick. Das Knotenhalfter eignet sich auch für die spätere Bodenarbeit. Ein solches Halfter kann man beispielsweise auf Otto bestellen, auch Putzsets, Fliegenmasken und Führstricke finden sich im Onlineshop.

Boden- und Longenarbeit

Bei der Boden- und Longenarbeit muss man sich auf die jeweiligen Bedingungen vor Ort einstellen. Ist ein Roundpen vorhanden? Dann eignet sich die freie Arbeit ohne Longe. Ist dies nicht vorhanden, kann mit einer sieben bis acht Meter langen Longe begonnen werden. Essentiell in dieser Phase der Ausbildung ist, dass das Pferd lernt, frei vorwärts zu laufen und nicht anfängt zu klemmen. Die Ausbildungsskala von Takt, Losgelassenheit und Anlehnung muss in allen Stufen der Ausbildung gewährleistet sein.

Satteln und Gurten

Wenn das Pferd in allen drei Gangarten auf dem Zirkel laufen kann, darf mit dem Satteln begonnen werden. Das Pferd kann überall berührt werden, ohne Verspannungen zu zeigen? Dann darf zum ersten Mal ein Gurt aufgelegt werden, zum Beispiel ein Longiergurt. Zunächst wird die Satteldecke aufgelegt, danach vorsichtig der Sattel. Auch jetzt ist es vonnöten, dass das Pferd in allen drei Grundgangarten locker vorwärts geht. Erst wenn dies sicher klappt, kann an das Aufsitzen gedacht werden. Bei dieser entscheidenden Phase ist fachkundige Hilfe gefragt - gute Ratgeber und Fachbücher zum Thema gibt es von verschiedenen Verlägen.