Eva Luise Köhler im Gespräch mit Auszubildenden des Fördercentrums Mensch & Pferd

Hoher Besuch und ein nettes, intensives Gespräch – auf diese Kurzform lässt sich die Begegnung von Eva Luise Köhler, Ehefrau des Bundespräsidenten Horst Köhler, bei den Jugendlichen des Fördercentrums Mensch & Pferd bringen. Die Auszubildenden des Centrums, die beim CHIO Aachen als freiwillige Helfer im Einsatz waren, freuten sich über soviel Aufmerksamkeit, gleichwohl wuchs die Nervosität, je näher der Besuch rückte, wie Ludwiga von Korff feststellte, die Initiatorin der Idee und Vorsitzende des Vereins und der Stiftung Zukunft für Jugend, die das Fördercentrum wirtschaftlich stützt.

„Da habe ich unsere Schützlinge doch schon sehr aufgeregt gesehen“, so von Korff, „und durfte vereinzelt auch Händchen-halten, was normalerweise ja doch als 'uncool' angesehen wird.“ Eva Luise Köhler indes nahm ihren jungen Gesprächspartnern mit viel Einfühlungsvermögen nach und nach die Scheu. Ludwiga von Korff: „Frau Köhler hat uns alle beeindruckt, weil sie sich sehr intensiv auf diesen Besuch vorbereitet hat und mit so großem Interesse in dies Gespräch ging. Das hat die Nervosität dann schnell abgebaut.“

Während am Nachmittag Bundespräsident Horst Köhler im Rahmen eines Wirtschaftsforums in Aachen über Arbeitsmarkt, Qualifizierung und speziell den Abbau von Jugendarbeitslosigkeit diskutierte, nutzte Eva Luise Köhler die Chance ein besonders erfolgreiches Projekt der Qualifizierung von Jugendlichen kennen zu lernen.

Laura Schweden, Nicole Nollmann und Nina Kram beantworteten auf dem Weg zum Stallbereich beim CHIO Aachen alle Fragen der Frau des deutschen Bundespräsidenten.

Sie erzählten welche Schulabschlüsse sie hatten, welche Chancen sie gehabt hätten, wenn sie nicht im Fördercentrum aufgenommen worden wären und was sie getan hätten, wenn sie nicht aufgenommen worden wären. Die Antworten reichten von „Wir hätten so lange versucht, bis man uns genommen hätte…“ bis: „Ich weiß gar nicht...“

Im Stall vor der Box von Damon Hill, dem Erfolgspferd von Dressur- und Vielseitigkeitsreiterin Ingrid Klimke (Münster), die die Idee des Fördercentrums und das Engagement für Jugendliche nun auch als Botschafterin unterstützt, verflog alle Anspannung der drei Mädchen und sie erzählten freimütig von ihrer Arbeit und den Zukunftsperspektiven. Alle drei machen im März 2009 ihre Prüfung zum Pferdepfleger FN bei der Landes-  Reit- und Fahrschule Rheinland in Langenfeld und sind bereits an potentielle Arbeitgeber vermittelt. Laura wird in den Stall von Monica Theodorescu gehen und kann ihr Glück kaum fassen. Über das pädagogische Konzept des Fördercentrums, das vor allem lebenspraktisch orientiert ist, informierte Michael Rietfort, der pädagog. Leiter des Fördercentrums in Bielefeld.

Zu den Highlights dieser Begegnung dürfte für die drei Jugendlichen auch die Tatsache zählen, dass sie dann auch noch den zweiten Umlauf des Nationenpreises von der Ehrentribüne aus verfolgen durften. So kann es gehen, wenn man die Frau des Bundespräsidenten trifft.

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