Geländereiten sicher gemacht Teil 2/2

Mit dem Friesen im Galopp durch die Natur  - aber bitte mit Helm!

Auch wenn der Spaß im Gelände im Vordergrund steht: jeder Geländereiter sollte einige Regeln unbedingt beachten, um den Ausritt sicher und entspannt zu gestalten. Dazu gehören neben einem verantwortungsbewussten Umgang mit der Natur vor allem ein respektvolles Miteinander mit Reitern und Nichtreitern. Reiten auf ausgewiesenen Wander- und Radwegen ist deshalb ebenso ein Tabu wie Querfeldeinreiten oder das unkontrollierte Vorbeigaloppieren an einer Spaziergänger- oder Reitergruppe.

Untergrund bestimmt Tempo

Ausritt am Strand mit Sicherheitsabstand

Generell sollte sich das Reittempo den Bodenverhältnissen anpassen. Bei Regen, Schnee oder schlammigem Untergrund ist es manchmal besser, auf das Geländereiten zu verzichten oder nur im Schritt zu reiten als einen schweren Sturz zu riskieren! Auch auf Asphalt oder geschotterten Wegen ist es ratsam auf Trab oder Galopp zu verzichten. Dagegen kann man auf sandigem, trockenem und federndem Untergrund - oder auch Steigungen - ruhig einmal im flotten Trab oder Galopp reiten, wichtig ist hier nur, das Pferd durch den leichten Sitz zu entlasten.

Immer ein Spaßfaktor: Ausreiten in der Gruppe. Außerdem werden so unerfahrene und unsichere Reiter-Pferd-Paare sicherer im Gelände. Zu beachten ist hier ein ausreichender Sicherheitsabstand zwischen den einzelnen Teilnehmern, um nicht aufzureiten und von einem ausschlagenden Pferd getroffen zu werden.  

Equipment überprüfen

Unverzichtbar für die Sicherheit beim Geländereiten ist der funktionsfähige Zustand des Sattelzeugs. Es darf weder brüchig sein noch Risse aufweisen. Ein reißender Zügel oder Steigbügel kann im Gelände sehr schnell zum Problem werden! Auch die Sturzfeder am Englischsattel darf nicht klemmen, da sich der Bügel im Falle eines Sturzes sonst nicht vom Sattel löst und zu schweren Verletzungen führen kann.

Wer ausreiten möchte, sollte immer daran denken, dass ein Pferd ein Lebewesen ist mit einem ausgeprägten Fluchtinstinkt. Ein problemloser Ausritt ist deshalb selten und auch der erfahrenste Reiter kann beim Geländereiten stürzen.

Das Reittempo ist dem Boden anzupassen

Das Tragen von einem Reithelm ist deshalb eine Selbstverständlichkeit. Nur so lassen sich bei einem Sturz schwere Kopfverletzungen vermeiden. Wer beim Geländereiten auch Springen will oder noch sehr unsicher ist, kann sich zusätzlich durch eine Sicherheitsweste schützen. Sehr sinnvoll: beim Ausritt ein Handy und eventuell ein Erste-Hilfe-Set mitführen, um Verletzungen direkt zu versorgen und Hilfe zu holen.