Hengstfohlen von Cumano mit 30.000 Euro die Preisspitze

Es gab zwar keine absoluten Ausreißer, aber mit dem Gesamtresultat sind wir sehr zufrieden“, war von Henrik Klatte und Otto Vaske am Freitagabend nach der ESI Fohlenauktion zu erfahren. Insgesamt vermarktete das Duo in der prächtig hergerichteten Reithalle rund 60 Youngster und fünf Zuchtstuten. Mit einem Gesamtumsatz von 557,750 Euro und einem Durchschnittspreis von 8995 Euro kann die ESI sogar mit bekannten Verbandsauktionen mithalten. „Uns geht es nicht darum einzelne Fohlen zu astronomischen Preisen zu verkaufen, sondern wir wollen den Züchtern eine Plattform für die Vermarktung von springbetonten Fohlen bieten“, brachten die Auktionsmacher ihre Idee auf den Punkt.

Für ein Kuriosum sorgte Auktionsspitze Conqueror von der niederländischen Züchterfamilie Brunnink. Im ersten Anlauf wurde der Youngster für immerhin 21.000 Euro von den Züchtern zurück gekauft, weil die Telefonverbindung zu mehreren potentiellen Interessenten zusammenbrach. „Wir konnten nichts machen. Die Verbindung war einfach weg“, so Vaske. Kurzerhand wurde das Hengstfohlen von Weltmeister Cumano zum zweiten Mal zu Versteigerung aufgerufen. Die Verbindungen hielten und am Ende hatte die Engländerin Claire Salen den längsten Atem. Für immerhin 30.000 Euro sicherte sie sich diese Rarität.  In diesem Jahr erblickten nur zehn Fohlen von Cumano das Licht der Welt.

Insgesamt schafften mehr als 15 Auktionskandidaten den Sprung über die 10.000 Euro Marke. Zweitteuerstes Fohlen war eine Stute mit dem Namen Selena de la Vie. Die junge Dame vereinigte mit Sandro Boy und Argentinus Sportblut allerfeinster Güte in sich. Sie wurde von dem brasilianischen Stall Mendonza gekauft. 20.000 Euro war das Hengstfohlen Berliner Bub einem Springstall aus Irland wert. Gezogen über Eurocommerce Berlin x Stakkato x Contender sorgte er allein vom Pedigree für Aufsehen und konnte sich dabei noch überdurchschnittlich bewegen. Für 17.000 Euro wechselten Caligula (Cassini I x Contender) und Onlyou des Etisses (Quidam de Revel x Pot D’or) den Besitzer.

Besonders hoch war in diesem Jahr erneut der Anteil der ausländischen Käufer. Mehr als 50 Prozent der offerierten Fohlen wechselten ins Ausland. Erstmals waren in diesem Jahr auch Käufer aus Russland und Brasilien mit von der Partie. Darüber hinaus kam die Kundschaft aus den Arabischen Emiraten, Irland, Großbritannien, USA und Italien. 

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