Kein schöner Urlaub auf dem Ponyhof

Fast alle pferdeverrückten Mädchen träumen von einem Urlaub auf dem Ponyhof. Allerdings gibt es bei den Betrieben viele Mängel. Das berichtet der Fachverband für Qualität in Hotels, Krankenhäusern und Altenheimen (FQH). Das Angebot für Ferien auf dem Reiterhof sei zwar riesig, aber nicht immer gut. Die Fotos auf den Internetseiten würden meistens toll aussehen, entsprächen aber oft nicht der Wirklichkeit.

Bei einem vom FQH getesteten Reiterhotel in der Pfalz erwiesen sich beispielsweise die schön angepriesenen Gästezimmer als zehn Quadratmeter große Räume, in denen sechs Kinder schlafen sollten. Auch brandschutztechnisch war einiges zu bemängeln. Zwar waren mehrere Feuerlöscher vorhanden, doch diese hingen etwa 1,70 Meter hoch. Ulrich Jander vom FQH rät Eltern daher, die Angebote vorher am Telefon zu hinterfragen. "Schon durch die Reaktion am Telefon kann man einen guten ersten Eindruck bekommen."

Auch die angebotenen Reitstunden und die Betreuung war teilweise mangelhaft. So wurden einige Kinder, die zum Teil über wenig Reiterfahrung verfügten, in sehr rauem Ton zurechtgewiesen und auch noch wegen ihren körperlichen Proportionen vor den anderen Kindern lächerlich gemacht. "Das ist Mobbing", sagt Ulrich Jander, selbst zweifacher Vater. Auch die Spiele-Nachmittage überzeugten nicht durch ein kreatives Angebot: "Höhepunkt war das Verstecken von Gummibärchen", so Jander.

Der Sicherheitsexperte hat das Gefühl, dass viele Hotels, die sich auf Kinder und Jugendliche spezialisiert haben, nur das schnelle Geld im Blick haben.
Quelle: gourmet-report.de

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