Münchner Sieger im Mercedes-Benz Cup

Max Kühner mit Clintop auf dem Weg zum Sieg

Die Premiere bei Pferd International war ein voller Erfolg: Zum ersten Mal hatte die veranstaltende Hippo GmbH ein Barrierenspringen ausgeschrieben, den Mercedes-Benz Cup, der für volle Zuschauerränge und tollen Sport im Springparcours sorgte. Biergartenstimmung herrschte am Abend des 19. Mai 2012, als die veranstaltende Hippo GmbH pünktlich zum Mercedes-Benz Cup auch noch Tische und Bänke im Parcours aufbaute und dort die Gäste bewirtete. Gewaltige Hindernisse waren es, die die Vierbeiner auf dem Weg ins Ziel bewältigen mussten. Und hier vertrat Max Kühner die bayerischen Farben bestens. Der Münchner lotste seinen Clintop, ebenso wie Matthias Lienhop sein Pferd Azzaro, fehlerfrei über sagenhafte 1,95 Meter – beide teilten sich den Sieg. „Sowohl die Pferde als auch die Reiter haben fantastische Leistungen gezeigt“, zeigte sich Parcourschef Werner Deeg begeistert. Mit dieser Prüfung habe München wieder einmal gezeigt, dass hier Aktive auf Weltklasseniveau an den Start gingen.

Ehrenmedaille für Reitmeister Festerling

Für seine außerordentlichen Verdienste um die Berufsreiter hat Reitmeister Günter Festerling im Rahmen der Pferd International die Felix Bürkner Ehrenmedaille erhalten. Zum ersten Mal wurde diese Auszeichnung, die die Bundesvereinigung der Berufsreiter (BBR) erst vor wenigen Wochen kreiert hat, verliehen.

Aus den Händen des Vorsitzenden Burkhard Jung erhielt Festerling die Urkunde und die Medaille am Samstag, 19. Mai 2012, vor großer Kulisse in der NÜRNBERGER Dressurarena, kurz vor der Siegerehrung des Grand Prix Spcecial. Auch BBR-Vorstandsmitglied Ulrich Rasch und Geschäftsführerin Carolin Schmidt ehrten Festerling mit dieser Auszeichnung.

Der 1912 verstorbene Felix Bürkner war Olympiateilnehmer, wurde zehn Mal Deutscher Dressurchampion und konnte zahlreiche Siege auf großen Turnieren wie Aachen für sich verbuchen. Er war bekannt für seinen ausgezeichneten Sitz und kein Fotograf habe je ein unvorteilhaftes Bild von ihm machen können, wie Jung in seiner Laudatio betonte. Als einer der bedeutendsten Ausbilder brachte er viele Dressurprofis auf den richtigen Weg. Aus seiner Schule stammten zum Beispiel berühmte Reiter und Ausbilder wie Willy Schultheis und Fritz Thiedemann.

v.l.: Ulrich Rasch, Carolin Schmidt, Günter Festerling und Dr. Erich Herrgen (Vorsitzender des Förderkreises für Reitsport in Bayern)

Bewusst habe man, so Vorsitzender Jung, Günter Festerling zum ersten Träger dieser Medaille ausgesucht. Der Grießstätter, der im Januar seinen 80. Geburtstag feierte, sei stets in allen Sätteln erfolgreich gewesen und habe dies auch seinen Berufskollegen vorgelebt. Nach seiner staatlichen Reitlehrerprüfung war er über Baden-Württemberg und Warendorf nach München gekommen, wo er die Leitung der Bayerischen Landesreit- und Fahrschule übernahm. 1980 baute er mit seiner Frau Josefa in deren Heimat Bad Grießstätt einen renommierten Ausbildungsbetrieb auf. Von 1993 an leitete er die Bundesvereinigung der Berufsreiter als 1. Vorsitzender und engagierte sich, ebenso wie in weiteren Ehrenämtern mit großem Erfolg für den Berufsstand. Seit Januar 2002 ist er Ehrenvorsitzender der BBR.

(Fotos: M. Schreiner)
(Text: M. Scheibenpflug)