Olympische Spiele: Deutsche Reiter ziehen positive Quarantäne-Halbzeitbilanz

Zur Halbzeit der Quarantäne, vier Tage vor dem Abflug nach Hongkong, erfreuen sich die deutschen Olympiapferde bester Gesundheit. Dies bestätigte der Chef de Mission, Reinhard Wendt (Warendorf), im Rahmen der Quarantäne-Pressekonferenz in Warendorf.

"Die Organisation verläuft nach Plan, allerdings erwartet uns mit dem Transport von Pferden, Reitern und Pflegern in den nächsten Tagen noch ein volles Programm", zog Wendt eine positive Zwischenbilanz. Rund 45 Medienvertreter nutzten die Chance, die deutschen Reiter vor der "Mission Olympia" nach ihrem Befinden, dem Leistungsstand der Pferde, sportlichen Zielen für die Spiele oder der weiteren Vorbereitung zu befragen. Je näher der Tag des Abflugs nach Hongkong rückt, desto mehr steigt die Anspannung bei Reitern und Trainern. "Wir freuen uns, wenn es endlich losgeht und müssen darauf achten, dass wir nicht übermotiviert sind", blickt der Vielseitigkeitsbundestrainer, Hans Melzer (Putensen), dem sportlichen Höhepunkt der Saison erwartungsfroh entgegen.

Die Vorbereitung der Reiter findet derzeit an zwei verschiedenen Orten statt. Während die Dressurreiter ihr Lager in Aachen bezogen haben, nutzen die Spring- und Vielseitigkeitsreiter die optimalen sportlichen Rahmenbedingungen am Bundesleistungszentrum in Warendorf. "Das macht uns nichts aus, dass unsere Quarantäne von den anderen beiden Disziplinen getrennt ist", erklärte Dressurreiterin Heike Kemmer (Winsen). "Wir haben die Möglichkeit in Aachen, häufig bei Flutlicht zu trainieren", lobte sie die Voraussetzungen in Aachen. Sichtlich entspannt zeigte sich vor seinen sechsten Olympischen Spielen Springreiter Ludger Beerbaum (Riesenbeck): "Da wir von den anderen Sportarten in Peking getrennt sind, wird es keine andere Atmosphäre als bei sonstigen Reitturnieren sein. Wir können also unseren gewohnten Rhythmus beibehalten."

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