Pferde: Fesselträgerverletzungen

Der Fesselträger gehört zu den vier großen Sehnen des Pferdebeins. Er ist seitlich als fingerdicker Strang sichtbar. Ist er verletzt, schwillt und erwärmt sich der Fesselträger nicht sofort. Oft hat das Pferd erst am kommenden Tag ein dickes Bein und lahmt. Ursachen Die Fesselträger können leicht verletzen, z.B. durch Schläge und Tritte, Überanstrengungen und falsche Belastungen, z.B. in sehr engen Wendungen. Springpferde sind besonders gefährdet, aber auch beim Polo und beim Westernreiten können abrupte Wendungen zu einer Verletzung der Fesselträger führen. Krankheitsverlauf Wenn der Fesselträger zu sehr gedehnt wird, können Sehnenfasern reißen und dann entsteht eine Entzündung. Damit will der Körper des Pferdes die Schäden reparieren. Das dadurch entstehende Narbengewebe ist nicht mehr so elastisch. Behandlung Im akuten Stadium helfen kalte Wassergüsse und feucht-kalte Umschläge. Nach vier Tage behandeln die meisten Tierärzte mit Wärme weiter und geben entzündungshemmende Medikamente. Dann beginnt das Schritttraining. Die verletzten Pferde werden geführt, zunächst nur wenige Minuten, aber dann immer länger. Die Heilung kann sehr langwierig sein. Drei bis vier Monate dauert es auf jeden Fall, bis sich ein stabiles Narbengewebe gebildet hat. Vorbeugung Wichtig ist, vor der Arbeit lange genug Schritt zu reiten, mindestens 20 Minuten. Denn so lange dauert es, bis sich kalte Muskeln erwärmen. Auf enge Wendungen und abrupte Stopps besser verszichten. 16.11.2009/wem

Weitere Informationen