Pferde: Überbeine

Überbeine kommen bei Pferden sehr häufig vor. Es handelt sich um knöcherne Verdickungen an den Beinen. Meistens sind es reine Schönheitsfehler, aber Überbeine lassen Pferde auch lahmen. Das hängt von der Größe und Lage des Überbeins ab. Die meisten Überbeine entstehen, wenn sich das Pferd verletzt hat, z.B. beim Springen mit den Beinen gegen das Hindernis schlägt oder sich im Stall stößt. Als Folge des Schlages schwillt die Knochenhaut an, manchmal entzündet sie sich auch. Der Körper bekämpft die Schwellung und Entzündung, indem er an den betroffenen Stellen Kalk ablagert. So entstehen nach und nach Überbeine. Wenn sich die Überbeine an einer ungünstigen Stelle bilden, drücken die auf das umliegende Weichteilgewebe und schädigen es. Dies kann auch zur Lahmheit führen. Gefährdet sind besonders junge Pferde, deren Beine schon starke Belastungen aushalten müssen. Aber auch die Ernährung spielt eine wichtige Rolle. Zuviel Phosphor und zuwenig Kalzium schwächen die Knochen und machen sie anfällig für Überbeine. Überbeine müssen nur dann behandelt werden, wenn sie Schmerzen verursachen. Kühlende Umschläge, Salben und Gele lassen die akute Entzündung wieder abklingen. Wenn alle Behandlungsversuche scheitern, kann ein Überbein auch operativ entfernt werden. Dies lehnen allerdings viele Tierärzte ab, wenn die Operation nur aus kosmetischen Gründen erfolgen soll. 13.11.2009/wem

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