Pferdepraxis im November

Laut einer Umfrage ist bei den Menschen der Monat November am unbeliebtesten. Vielleicht liegt es daran, dass dieser Monat endgültig den Winter einläutet. Der "goldene Oktober"“ ist vorbei, aber die schönen Seiten des Winters wie Schnee und klirrende Kälte bei strahlend blauen Himmel hat der November nur selten zu bieten. Statt dessen ist meistens nebliges und regnerisches Wetter angesagt.

Reiten
Nach der Zeitumstellung wird es nun schon gegen 17 Uhr dunkel. Also sollten Ausritte früher stattfinden. Wer in die Dunkelheit reitet, sollte daran denken, dass Reiter und Pferde an der Straße von den anderen Autofahrern erkannt werden müssen. Eine Stiefellampe ist Vorschrift, die auf der linken Seite "„vorn und hinten gut sichtbar mitzuführen ist"“. Wenn eine Gruppe unterwegs ist, muss der letzte Reiter eine rote Leuchte tragen. Der Wortlaut der entsprechenden Vorschrift der Straßenverkehrsordnung lautet:
"§ 28 Abs. 2 StVO:
Für Reiter, Führer von Pferden sowie Treiber und Führer von Vieh gelten die für den gesamten Fahrverkehr einheitlich bestehenden Verkehrsregeln und Anordnungen sinngemäß. Zur Beleuchtung müssen mindestens verwendet werden:

1.      beim Treiben von Vieh vorn eine nicht blendende Leuchte mit weißem Licht und am Ende eine Leuchte mit rotem Licht,

2.      beim Führen auch nur eines Großtieres oder von Vieh eine nicht blendende Leuchte mit weißem Licht, die auf der linken Seite nach vorn und hinten gut sichtbar mitzuführen ist.

Der Reitsporthandel bietet zudem reflektierende Westen, Decken und Gamaschen an.
Da die Pferde nun wieder mehr in den Boxen stehen, sollte die Schrittphase vor der Arbeit mindestens zehn Minuten dauern. Eine Abschwitzdecke auf dem Rücken des Pferdes sorgt dafür, dass die empfindliche Nierenpartie und die Rückenmuskulatur sich langsam erwärmen kann.

Pferdepflege
Alle Pferden haben nun schon den Fellwechsel hinter sich. Viele Reiter scheren nun ihre Ponys und Pferde. In den Reitställen gibt es viele, die ihre Vierbeiner immer vom Winterpelz befreien und andere, die das kategorisch ablehnen. Wer sein Pferd tagsüber reiten kann, muss vielleicht auch nicht unbedingt scheren, da der Vierbeiner nach der Arbeit den Rest des Tages unter der Abschwitzdecke trocknen kann.
Reiter, die aus beruflichen oder familiären Gründen nur abends reiten können, haben damit ein Problem. Pferde mit dickem Winterfell schwitzen nun einmal viel schneller und sind auch in der feucht-kalten Jahreszeit sehr schwer trocken zu reiten. Das Scheren eine Pferdes ist nicht einfach, gerade wenn der Vierbeiner dabei nicht still steht. Es gibt allerdings Menschen, die diese Dienstleistung anbieten. Es ist übrigens auch nicht nötig, eine Schermaschine zu kaufen. Es ist auch möglich, sich ein solches Gerät gegen eine Gebühr zu leihen.

Haltung
Im November sind die meisten Pferde wieder im Stall, auch die Fohlen und Jungpferde. Wenn es möglich ist, sollten die Vierbeiner dennoch jeden Tag Auslauf haben, z.B. in einem Paddock.
Meistens ist jetzt auch wieder eine Wurmkur fällig. Jetzt im Spätherbst ist es an der Zeit, die Larven der Dasselfliege zu beseitigen. Eine Wurmkur sollte über den Tierarzt erworben werden. Es gibt sie als Paste, als Pulver oder in flüssiger Form. Tierärzte raten, nicht immer das gleiche Präparat anzuwenden. Ansonsten könnten sich Resistenzen bilden.








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